Mittel aus dem Wohnraumförderungsprogramm sind 2017 stark nachgefragt worden. Insgesamt finanzierte die NRW.BANK im Jahr 2017 Mittel der sozialen Wohnraumförderung in Höhe von 906,6 Millionen Euro. Gestiegen ist die Modernisierung von Bestandswohnungen.

Mit einem Volumen von 906,6 Millionen Euro ist der Neubau, der Erwerb und die Modernisierung von 9.666 Wohnungen und Heimplätzen gefördert worden (Vj. -13,3%). 761 Millionen Euro sind dabei in den Neubau von 6.229 Mietwohnungen geflossen, was einem Rückgang von knapp 14,7% zum Vorjahr entspricht (Vj. 892,2 Mio. €). Einer der Gründe dafür ist, dass aufgrund des geringeren Bedarfs weniger in Flüchtlingsunterkünfte investiert wird (-121 Mio. €). Berücksichtigt man dies, liegt das Fördervolumen nur knapp unter dem Rekord-Vorjahresniveau.

19,2 Millionen Euro wurden für Neubau und Ersterwerb selbst genutzten Wohneigentums bewilligt (Vj. 24,2 Mio. €, -20,5%). Mit 12,1 Millionen Euro (Vj. 12,3 Mio. €, -1,3%) wurde außerdem der Erwerb von 135 bestehenden Eigenheimen und Eigentumswohnungen gefördert. Dagegen sind Investitionen in Bestandsmodernisierungen im vergangenen Jahr um 42,3% Prozent deutlich gestiegen. Für bauliche Maßnahmen wie Umbau und Modernisierung von 2.123 Wohneinheiten im Bestand wurden 65,3 Millionen Euro gewährt (Vj. 45,9 Mio. €).

„Der Bau geförderter Mietwohnungen und der Erhalt preiswerter Bestandswohnungen sind für eine gute Wohnraumversorgung wichtig“, sagt Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Das gute Förder­ergebnis zeigt, dass die Wohnraumförderung dazu beiträgt, mehr preisgünstigen Wohnraum zu schaffen und Quartiere aufzuwerten.“

Im Regierungsbezirk Köln sind 271,8 Millionen Euro für den Neubau von bezahlbarem Wohnraum bewilligt worden (Vj. 305,6 Mio. €, -11%). 268,5 Millionen Euro wurden für den Neubau von Mietwohnungen gewährt (Vj. 298,4 Mio. €, -10%). Mit diesen Mitteln werden 2.149 Wohnungen finanziert (Vj. 2.442, -12%). Die meisten Mietwohnungen wurden in Köln (745) und Bonn (352) bewilligt. In den Neubau von Eigentumswohnungen und Häusern sind 970.000 Euro geflossen (Vj. 2,4 Mio. €, -59,6%). Weitere 4,7 Millionen Euro wurden für Maßnahmen im Wohnungsbestand gewährt. Das ist ein Rückgang von 29,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 6,7 Mio. €). Allerdings sind damit 6,1 Prozent mehr Wohnungen (140, Vj. 132) modernisiert worden, was dar­auf schließen lässt, dass mehr in kleinteiligere Maßnahmen investiert wurde.

Im Regierungsbezirk Düsseldorf ist die Neubauförderung mit einem Volumen von 269,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen (Vj. 264,9 Mio. €, +1,9%). Damit werden unter anderem 2.047 neue Mietwohnungen gebaut, was ein Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet (2.018 Mietwohnungen). Die meisten Mietwohnungen sind dabei in Düsseldorf (512) und Duisburg (260) gefördert worden. In den Neubau von Eigenheimen wurden im vergangenen Jahr 4,6 Millionen Euro investiert (Vj. 6,8 Mio. €, -32,4%). Enorm gestiegen sind mit einem Plus von 124,6 Prozent Investitionen in Bestandswohnungen. 31,3 Millionen Euro wurden hier bewilligt (Vj. 13,9 Mio. €). 781 Wohnungen sollen im Regierungsbezirk Düsseldorf durch bauliche Maßnahmen verbessert werden (Vj. 404).

Im Regierungsbezirk Münster sind 128,5 Millionen Euro für den Neubau von bezahlbarem Wohnraum bewilligt worden. Das ist ein Minus von 30,5 Prozent (Vj. 184,8 Mio. €). 109,4 Millionen Euro gingen dabei in den Neubau von Mietwohnungen (Vj. 172,9 Mio. €, -36,7%). So können 907 neue Mietwohnungen entstehen (Vj. 1.469, -38,3%), die meisten in der Stadt Münster (310), wo auch der höchste Bedarf besteht. Mit 8,2 Millionen Euro wurde der Neubau von Eigentum gefördert (Vj. 7,0 Mio. €, +17,1%). Das Förder­ergebnis für Bestandsmodernisierungen sank um 73,2 Prozent auf 3,3 Millionen Euro (Vj. 12,5 Mio. €). Damit können in 59 Wohnungen Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt werden (Vj. 351, -83,2%).

Im Regierungsbezirk Detmold zeigt sich auch an den Förderzahlen, dass hier der Wohnungsmarkt deutlich weniger angespannt ist. 54,5 Millionen Euro sind für den Neubau geförderter Wohnungen bewilligt worden (Vj. 95,2 Mio. €, -42,8%). Neben ihrer Neubautätigkeit wird von den Investoren weiter in die Qualität des vorhandenen Wohnungsbestandes investiert – mit dem Ziel, den Wohnungsbestand auch bei sinkender Nachfrage langfristig marktgerecht zu erhalten.

44 Millionen Euro wurden für den Neubau von Mietwohnungen bewilligt, das ist ein Minus von 39,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit können 362 Mietwohnungen gebaut werden, das sind 41,3 Prozent weniger als im Vorjahr (617). In Bielefeld sind mit 201 Wohneinheiten besonders viele Mietwohnungen gefördert worden. In den Neubau von Eigentum wurden im vergangenen Jahr 4,5 Millionen Euro investiert (Vj. 6,2 Mio. €, -27,4%), 3,7 Millionen Euro in den Bestand. Das ist eine Steigerung von 4,4 Prozent (Vj. 3,6 Mio. €). Mit diesen Mitteln werden im Regierungsbezirk Detmold durch bauliche Maßnahmen 353 Wohnungen modernisiert (Vj. 125, +182,4%).

Im Regierungsbezirk Arnsberg ist mit 104,4 Millionen Euro das Ergebnis in der Neubauförderung um 31,1 Prozent deutlich gesunken (Vj. 151,6Mio. €). 90 Millionen Euro wurden für den Neubau von Mietwohnungen gewährt (Vj. 124,8 Mio. €, -27,9%). 764 neue Mietwohnungen werden mithilfe dieser Mittel entstehen (Vj. 1.075, -28,9%), die meisten in den Städten Dortmund (280) und Hamm (185). Für den Neubau von Eigentumswohnungen und Häusern sind 0,9 Millionen Euro gewährt worden. Das sind 50 Prozent weniger als im Vorjahr (1,8 Mio. €). Bei den Bestandsmaßnahmen stieg das Fördervolumen um 142,6 Prozent auf 22,2 Millionen Euro (Vj. 9,2 Mio. €). Damit werden 790 Wohnungen modernisiert (Vj. 466, +69,5%).

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