So nachhaltig Windparks sind – auch sie gehen mit Eingriffen in die Natur einher. Diese gleichen Projektentwickler aus, indem etwa Mischwälder gepflanzt oder Lebensräume für Grünspechte wiederhergestellt werden. Davon profitieren Gemeinden und ihre Einwohner.

Die Errichtung von Windparks geht mit Eingriffen in Natur und Landschaft einher. Um den Ausbau der erneuerbaren Energien im Einklang mit Natur und Umwelt zu realisieren, sind bestimmte Eingriffe auszugleichen oder zu kompensieren. Davon profitieren Gemeinden mit ihren Bürgern und an erster Stelle die Tier- und Pflanzenwelt.

Für die Umsetzung stehen mehrere Maßnahmen zur Verfügung. Generell gilt dabei, dass Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im gleichen Naturraum umzusetzen sind. Über die finale Umsetzung entscheidet schlussendlich die zuständige Genehmigungsbehörde.

Gemeinden haben zuvor jedoch die Möglichkeit, Einfluss auf die Auswahl der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu nehmen. Viele Projektentwickler suchen bei der Planung ihrer Windparks in der unmittelbaren Umgebung nach geeigneten Flächen für die gesetzlich erforderlichen Maßnahmen. So hat der Energieparkentwickler UKA beispielsweise im Rahmen der Errichtung des Windpark Uebigau eine alte Halle abgerissen und eine 600 Quadratmeter große Fläche entsiegelt, die nun als Grünfläche den Erholungswert des Schlossparks steigert.

Wenn Vorhabenträger keine geeigneten Flächen finden, wird auf sogenannte Ökokonten zurückgegriffen. Dabei handelt es sich um vorzeitige Bevorratung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die bei späteren Eingriffen angerechnet werden. Lokale Kompensationsmaßnahmen sind für die Akzeptanz vor Ort von Vorteil, da sich umgesetzte Maßnahmen über ein Ökokonto nicht immer in unmittelbarer Umgebung befinden.

Mögliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

  • Aufforsten von Wäldern oder Waldumbau z. B. vom Fichten- zum Mischwald
  • Anlegen von Hecken, die der Vernetzung von Arten zwischen zwei Habitaten dienen können
  • Anlegen von Teichen, Streuobst- und Wildblumenwiesen, um z. B. Amphibien, Wildbienen oder dem Grünspecht ein Zuhause zu schaffen
  • Entsiegelung von Bodenflächen durch Rückbau von Bauwerken
  • Bau von Fledermausquartieren
Weitere Informationen unter:
www.uka-gruppe.de
KD2603050
Vorheriger ArtikelVon Umsetzung bis Betrieb: Tauber Energy errichtet 40-Mwh-Batteriespeicher in Wertheim
Nächster ArtikelVom Energieverbraucher zum Wärmelieferanten: Rechenzentren als Partner der kommunalen Wärmewende