Unbegrenzter Badespaß im Hallenbad, der zugleich aber auch klimasensibel und umweltverträglich ist. Ist das nicht ein Widerspruch? Überhaupt nicht. Dass sich ökologische Nachhaltigkeit und Hallenbad-Spaß hervorragend ergänzen können, zeigt das Bambados in Bamberg. Das Familien- und Sportbad ist das erste zertifizierte Hallenbad Europas im Passivhaus-Stil und ein erfolgreiches Vorzeigeprojekt für grünes Bauen. Es vereint hohen Komfort mit minimalem Energiebedarf, niedrigen Betriebskosten, effizienter Technologie und herausragender Architektur. Dank der innovativen Entwässerungstechnik mit Drainagefunktion von Aschl wird auch die obere Dichtebene des Bodenaufbaus entwässert und nachhaltig vor Wasserschäden geschützt.

In den vergangenen Jahren sind in Deutschland über 1.500 Hallenbäder geschlossen worden. Grund dafür waren hohe Energiekosten, die die Gemeinden oft nicht länger tragen konnten. Das Bambados in Bamberg hat diese Energiekosten auf ein Minimum reduziert – denn es ist ein Passivhaus-Hallenbad. Für die Stadtwerke Bamberg stand in diesem Zusammenhang von Anfang fest, dass das neue Hallenbad besonders energiesparend und ökologisch werden sollte.

Schließlich hatten Stadt und Landkreis schon vor Jahren eine Klima-Allianz geschlossen. Die Planer des pbr Planungsbüros Rohling aus Osnabrück holten sich bei diesem Großprojekt (Bruttogrundfläche ca. 13.500 m²) Unterstützung vom Passivhaus-Institut (PHI) in Darmstadt, das die Passivhaus-Bauweise ursprünglich entwickelt hat. Das PHI begleitete Planung und Baufortschritt und zertifizierte das Schwimmbad schließlich als europaweit erstes Passivhaus-Hallenbad.

Ende 2011 öffnete das Bambados seine Pforten für Schwimm- und Wellnessbegeisterte. Der Name soll nach Südsee und Exotik klingen, zugleich aber auch an die Stadt Bamberg erinnern. Auch der mit Palmen umgebene Poolbereich sorgt für karibisches Flair und begeistert Jung und Alt. Das Hallenbad mit über 1.700 m² Wasserfläche vereint einen Sportbereich für die Schul- und Vereinsnutzung und einen Erlebnisbereich mit großzügiger Saunaanlage für den Familienbetrieb.

Der Außenbereich wiederum lockt mit Naturbadeteich, Wellenbecken und Saunagarten. Highlight des Bambados ist jedoch das große Freizeitbecken mit Grotte, Strömungskanal und Piratenschiff sowie einer 76 m langen Reifenrutsche. Im Sommer wird das Passivhausbad mit dem benachbarten Freibad verbunden, die Badegäste können sich hier zusätzlich auf ein 50-Meter- Becken mit Sprunganlage, einen Wellenbereich und eine weitere Großwasserrutsche freuen.

Wie erreicht man nun bei einem solchen Großprojekt einen geringen Energiebedarf gemäß dem Passivhaus-Standard? Beim Pilotprojekt Bambados tragen verschiedene Bereiche zu den Einsparungen bei: Dank der hochwertig gedämmten, luftdichten Gebäudehülle und der dreifach isolierten Glasflächen reduziert sich die Wärmeabgabe an die Umgebung auf ein Minimum. Durch die daraus resultierenden höheren Innenoberflächentemperaturen steigt die Behaglichkeit für die Badegäste und gleichzeitig sind höhere Feuchten möglich, ohne dass Kondensat entsteht. Außerdem werden die Wasserflächen nachts mittels Kunststoffbahnen und hochgefahrenen Hubböden abgedeckt, um die Bildung von Kondenswasser zu vermeiden.

Mit der sogenannten „Bamberger Rinne“ entwickelten die Universität Erlangen-Nürnberg und ein Fliesenhersteller eigens eine Beckenüberlaufrinne, die durch ihre spezielle Form die Wasserverdunstung erheblich reduziert. So muss beispielsweise die Lüftungsanlage weniger Entfeuchtungsleistung bringen. Durch diese Baumaßnahmen wird im Vergleich zu herkömmlichen Hallenbädern 60 Prozent weniger Energie verbraucht. Einen Teil des Stroms und der Wärme, die das Bambados verbraucht, liefert ein eigenes Blockheizkraftwerk, das mit Biogas aus Hackschnitzeln aus regionalen, schnell wachsenden Balsampappeln betrieben wird. Unterstützt wird es von einer Photovoltaikanlage auf dem Hallendach.

Zum nachhaltigen Gesamtkonzept des Bambados leistet auch die innovative Entwässerungstechnologie von Aschl ihren Beitrag. Mehr als 250 Laufmeter der Badrinne SPArin sowie 45 Bodenabläufe aus Edelstahl wurden für das Ökobad gefertigt. Die europaweit patentierte SPArin überzeugt dabei durch ihre Unempfindlichkeit gegen Chlorwasser. Dank der geringen Schlitzbreite von 8 mm ist die SPArin außerdem bedenkenlos barfuß begehbar und passt dank dem dezenten, randlosen Designs ohne umlau­fenden Sichtsteg per­fekt in das barrierefreie Konzept des Bambados. Trotz der schmalen Einlauf­breite der SPArin fließt das Oberflächenwasser schnell ab und sorgt für einen trockenen und rutschfesten Fliesenboden. Das integrierte Rinnengefälle und die V-Kantung sichern ebenfalls die schnelle Wasser- und Schmutzabfuhr.

Die auf dem Markt bisher einzigartige Bad­rinne SPArin sorgt zudem für eine Entwässerung der oberen Dichtebene. Dabei ent­wässern die Drainage­löcher die Dünnbett­abdichtung. Somit kann sich im Bodenaufbau keine Stau- oder Sicker­nässe mehr bilden, was eine deutlich längere Haltbarkeit des Fugen- und Fliesenbettes gewährleistet. Das durchdachte Entwässerungssystem von Aschl ermöglicht eine einfache Reinigung: Die Sanitärabläufe sind mit einem herausnehmbaren Schmutzfangkorb ausgestattet.

„Die Technologie von Aschl rundet das ökologische Gesamtkonzept des Bambados ab. Uns waren höchste Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit sehr wichtig“, bestätigt Betriebsleiterin Elke Neuner. In den ersten Betriebsjahren ist das Passivhauskonzept aufgegangen. Den Stadtwerken Bamberg gelang es, den Wärmeverlust im Vergleich zu einem herkömmlichen Hallenbad um 75 Prozent zu reduzieren. Der Kohlendioxidausstoß sank um 80 Prozent. Das Bambados leistet einen nachhaltigen und zukunftsweisenden Beitrag zum Umweltschutz in Bamberg und der Region. Das Ökobad erfüllt damit eine wichtige Vorbildfunktion für zukünftige Passivhaus-Hallenbäder.

Weitere Informationen unter:
www.aschl-edelstahl.com
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