Überall dort, wo hohe Kräfte auf befahrene Flächen wirken, sind besondere Lösungen der Oberflächenbefestigung gefragt. Je nach Anwendungsfall haben sich Asphalt oder Betonpflastersteine bewährt. Bei extrem belasteten Flächen wird in der Praxis häufig auf Asphalt zurückgegriffen, da viele Planer befürchten, dass Pflastersysteme unter sehr starker Belastung an ihre Grenzen stoßen und die Flächen dann Schaden nehmen könnten. Dass diese Befürchtungen nicht immer berechtigt sind, zeigt das Beispiel der Kahl-Fahrzeugbau GmbH aus Hohentengen. Die Verantwortlichen entschieden sich bei der Neuanlage einer extrem belasteten Werksfläche bewusst gegen den Asphalt und fanden ein Pflastersystem, das durchaus in der Lage ist, dauerhaft mit starker Belastung fertig zu werden.

Auf dem mehrere tausend Quadratmeter großen Werksgelände des Unternehmens Anton Kahl in Hohentengen im württembergischen Landkreis Sigmaringen werden LKW-Aufbauten für Schwertransporter gefertigt und montiert. Auffallend an dem üppigen Gelände ist die große Freifläche vor der Montagehalle, die erst kürzlich neu befestigt wurde. Hans-Erich Weber von der Firma Weber Pflasterbau aus Albstadt schildert die Einzelheiten zu dem Projekt: „Die Fahrzeuge, die die Produktionshalle der Fa. Kahl Fahrzeugbau verlassen, sind nicht nur äußerst schwer, sondern meistens auch sehr lang. Schwertransporter mit einer Länge von über 20 Metern und einem Eigengewicht von 30 bis 40 Tonnen sind keine Seltenheit. Als wir den Auftrag für die Sanierung der alten Hoffläche erhielten, haben wir aus diesem Grund die Flächen vor den Hallentoren weiterhin sehr großzügig belassen. Nur so ist es möglich, die langen Fahrzeuge sicher zu rangieren.“ Eine besonders wichtige Rolle spielte in diesem Zusammenhang auch die Belastbarkeit der Flächen. Im täglichen Normalbetrieb wird die Fläche mehrmals täglich von LKW befahren. Wenn diese vor den Hallentoren rangieren, dann wirken große Schub- und Horizontalkräfte auf die Fläche ein.

Gesucht: stabile Befestigung für 1.500 m² Werksfläche

Für eine dauerhafte und ausreichend stabile Befestigung war deshalb ein Material gefragt, das dieser extremen Belastung auch langfristig standhält. Asphalt schied aus zwei Gründen aus: Optisch hätte dies dem Bauherren auf der etwa 1.500 m² großen Fläche zu monoton gewirkt. Andererseits wollte man sich die Option offen halten, ohne hässliche Aufgrabungen Reparaturen an Versorgungsleitungen durchführen zu können.

Die Wahl fiel auf das Einstein-Pflastersystem aus dem Hause Diephaus in Munderkingen, das bereits seit etlichen Jahren auf zahlreichen Speditionshöfen zum Einsatz kommt. Das Besondere an diesem Pflastersystem ist seine D-Punkt-Fugentechnik, die dafür sorgt, dass es im Falle einer Knirschverlegung der Steine wenn überhaupt nur zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten kommt. Anders als bei vielen anderen Verbundpflastern mit Abstandhalter- oder Verbundnockensystemen, bleibt der Anteil der Fläche, an dem sich die Steine berühren deshalb sehr gering. Die oft übliche Knirschverlegung wird so vermieden, die zur Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge bzw. der Fugenraum werden eingehalten. Eine optimale Kraftübertragung zwischen den Steinen ist somit gegeben. Schub- und Horizontalkräfte, die die rangierenden Fahrzeuge vor der Montagehalle verursachen, werden abgepuffert und gleichmäßig in die Tragschichten weitergeleitet. Verschiebungen im Pflasterbelag sind damit nahezu ausgeschlossen.

Gefunden: belastbares Betonpflaster mit optischen Qualitäten

Der Pflasterbauunternehmer sieht aber noch einen weiteren Vorteil: „Mit seinem rechteckigen Format 20 x 30 cm gefiel dem Bauherren dieses Pflastersystem auch optisch sehr gut. Reine Funktionspflastersysteme haben manchmal den Nachteil, dass diese nur eine wenig zeitgemäße Optik aufweisen. Das Einsteinpflaster dagegen ermöglicht einen harmonischen Reihenverband und lässt den großen Platz vor der Montagehalle in schlichter Eleganz erscheinen.

Weitere Informationen unter:
www.einstein-pflastersteine.de
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