Die weltweite Erwärmung verlangsamen oder sogar stoppen gehört zu den Zielen aktueller Klimapolitik. Zu diesem Zweck wurden 2017 in Los Angeles einige Straßen versuchsweise mit weißer Spezialfarbe gestrichen … Einfacher und nachhaltiger lässt sich dieses Ziel mit hellen Fahrbahnbelägen auf kommunalen Straßen erreichen. Untersuchungen zeigen, dass mit hellem Gestein die Asphalttemperatur um bis zu 8 °C gesenkt werden kann – mit zahlreichen erwünschten Nebeneffekten auf Klima, Sicherheit und Energieverbrauch. Dazu verwendet man in der Deckschicht ein helles Gestein wie den Henauer Quarzit. Er wird von der Nahe-Hunsrück-Baustoffe GmbH & Co. KG (NHB) gewonnen und über die BVG Baustoff-Vertriebs-Gesellschaft OHG vertrieben.

Grund für die hohen Temperaturen in den Städten ist die Kombination aus intensiver Sonneneinstrahlung, dichter Bebauung und dem hohen Aufkommen an motorisiertem Individualverkehr. Tagsüber „sammeln“ und speichern Straßen und Gebäude die Wärme. So bleiben die Städte auch nachts heiß, man spricht vom „Wärmeinseleffekt“. Zu den negativen Effekten zählen verminderte Leistungsfähigkeit und gesundheitliche Beeinträchtigungen der Bewohner sowie ein erhöhter Strombedarf durch vermehrte Kühlung.

Mit hellen Fahrbahnen Temperatur senken

Helle Straßenbeläge können dieser Entwicklung entgegenwirken. Sie lassen sich sehr einfach herstellen mit einem hellen Gestein in der Deckschicht, der obersten Schicht der Fahrbahn. Der Henauer Quarzit von NHB bringt alle dafür relevanten Eigenschaften mit. Dieses von Natur aus fast weiße Gestein ist langlebig und verschleißarm, so dass es über viele Jahre eine griffige Fahrbahnoberfläche bietet.

Schwarzer Asphalt – helle Fahrbahn

Stellt man die Asphaltdeckschicht aus Henauer Quarzit mit schwarzem Bitumen her, dauert es einige Monate, bis die aufhellende Wirkung zur Geltung kommt. Während dieser Zeit wird die Bitumenschicht an der Oberfläche durch die Bewitterung und den Verkehr abgetragen. Mit dem hellen Farbton kommt dann auch der gewünschte Effekt der verminderten Erwärmung um bis zu 8 °C zum Tragen. Wer nicht warten möchte, bis Sonne und Regen das Bitumen abgetragen haben, kann den Asphalt auch mit farblosem Bindemittel herstellen oder einen Gussasphalt mit farblos gelacktem Splitt aus Henauer Quarzit abstreuen.

Ideales Gestaltungselement für öffentlichen Raum

Mit hellen Asphaltdecken lassen sich auch optische Abgrenzungen einfach realisieren. In Köln wurden auf diese Weise Straßenübergänge und Kreuzungen erfolgreich abgegrenzt. Weil Asphalt aus hellem Gestein das Licht besser reflektiert als ein dunkler Fahrbahnbelag, werden weniger lichtstarke Leuchtmittel benötigt, um die gleiche Umgebungshelligkeit zu erzielen. Das reduziert letztlich die Kosten für die Beleuchtung. Zudem sorgt helles Gestein für bessere Kontraste, so dass Personen und Hindernisse besser erkannt werden. Damit leisten helle Fahrbahnbeläge einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit.

Aufhellung für wassergebundene Wegedecken

Helles Gestein kann auch wassergebundene Wegedecken aufwerten, denn es verleiht Radwegen und Parks eine freundliche, natürliche Optik. Der Aufwand für den Einbau ist gering, weiß Oliver Wilhelm von der NHB: „Beim Bau der wassergebundenen Wegedecken im Schlosspark in Brühl wurde der Henauer Quarzit ebenso wie auf dem Radweg am Rhein bei Wiesbaden großflächig eingebaut. Dazu wurde das Gestein aus dem Steinbruch abgedeckt zum Einbauort transportiert, an Ort und Stelle mit einem Fertiger eingebaut und anschließend nur noch mit Walzen verdichtet.“

Weitere Informationen unter:
www.bvg-kirn.de
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