Drehkolben-, Schrauben- oder Turbogebläse? Welche Technologie oder Maschinenkombination sich am besten für eine Kläranlage eignet und über die gesamte Lebensdauer gesehen am effizientesten ist, hängt vom individuellen Anwendungsfall ab. Atlas Copco bietet alle Technologien aus einer Hand an und kann daher Betreiber individuell zu den jeweiligen Vor- und Nachteilen beraten.

Turbogebläse oder Drehkolbenverdichter, Schraubenkompressoren mit oder ohne Drehzahlregelung, dazu übergeordnete Steuerungen, Druckluftaudits, Leckageortungen oder Simulationen: Die Liste der Lösungen, die Atlas Copco für die Wasser- und Abwasserbranche bietet, ist lang. Würden zum Beispiel Druckerhöhungen unter 450 mbar benötigt, gehe der erste Gedanke oft in Richtung Drehkolbengebläse, meint Sascha Berent, Produktmanager für Niederdrucksysteme bei Atlas Copco.

„Unsere Drehkolbengebläse der Modellreihe ZL erhöhen den Druck um 300 bis 1000 Millibar und sind mit Leistungsaufnahmen von 1,1 bis 315 Kilowatt fein abgestuft erhältlich.“ Aus Effizienzgründen hätten inzwischen jedoch viele Kläranlagen ihre alten Drehkolben gegen moderne Schraubengebläse ersetzt. „Die niedrigeren Stromkosten rechtfertigen den höheren Anschaffungspreis allemal, so dass sich die Investition in recht kurzer Zeit amortisiert“, betont Berent. „Ab einer Druckerhöhung von 450 Millibar empfehlen wir prinzipiell eher die Schraubengebläse, die bei uns in der Baureihe ZS zu finden sind.“

Schraubengebläse für effiziente Drucklufterzeugung

Diese Baureihe hat Atlas Copco kürzlich erweitert und das neue Modell auf der Fachmesse IFAT in diesem Jahr als Weltneuheit präsentiert. Das ölfrei verdichtende, äußerst effiziente und sehr kompakte Schraubengebläse ZS 4 VSD+ eignet sich unter anderem für die Belüftung der biologischen Becken von Kläranlagen und liefert auch in rauen Umgebungen effizient Druckluft. Das liegt unter anderem an dem speziell beschichteten Rotor und dem hocheffizienten Motor der Wirkungsklasse IE5.

Atlas Copco hat in die Maschinen mit seinem selbst entwickelten Neos-Umrichter die neueste Drehzahltechnologie (VSD+) integriert. Druck und Temperatur werden bei dem ZS 4 VSD+ kontinuierlich überwacht, was hohe Zuverlässigkeit und Effizienz sicherstellt. ZS-Schraubengebläse arbeiten mit einem einstufigen, direkt angetriebenen Schrauben- element und verbrauchen aufgrund der internen Verdichtung bis zu 30 % weniger Energie als Drehkolbengebläse. Durch ihren großen Regelbereich sind sie flexibel für viele Prozesse einsetzbar.

Turbokompressoren auf lange Sicht oft noch wirtschaftlicher

„Noch effizienter und auf lange Sicht wirtschaftlicher sind die drehzahlgeregelten Turbogebläse des Typs ZB VSD“, sagt Berent. Deren Antriebe sind magnetgelagert, also kontaktlos. Dadurch entfällt die Lagerreibung, womit auch keinerlei Vibrationen entstehen und der Verschleiß reduziert wird. Geringe Wartungskosten sowie ein äußerst niedriger Schalldruckpegel sind die positiven Effekte. „Gegenüber herkömmlichen Gebläsetechnologien sind Energieeinsparungen von etwa 30 Prozent möglich“, sagt der Produktmanager.

Die höheren Kosten der Anfangsinvestition holten Anwender im Laufe der Jahre über die niedrigere Stromrechnung in jedem Falle wieder herein. Wenn große Regelbereiche in Verbindung mit höchster Energieeffizienz gefragt sind, empfiehlt sich laut Atlas Copco häufig die Installation eines ZB-VSD-Turbogebläses in Kombination mit einem ZS- Schraubengebläse.

„Für die Druckluftversorgung in der Abwasser- aufbereitung gibt es keine allgemeingültigen Lösungen“, hält Berent fest. „Für Planungssicherheit im Vorfeld empfehlen wir einen Air-Scan, bei dem wir den tatsächlichen Volumenstrom im Betrieb, die Druckerhöhung sowie die Regelbereiche messen. Dann simulieren wir die Anlage unter Nutzung der modernsten Kompressorentechnologie.“ Das Ergebnis ist eine Übersicht, aus der der Betreiber in Kilowattstunden und Euro entnehmen kann, wie hoch sein Einsparpotenzial ist.

Weitere Informationen unter:
www.atlascopco.de
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