Spielen soll uneingeschränkt Freude machen und zwar allen Kindern, unabhängig von den verschiedensten Fertig- und Fähigkeiten. Wie dies gelingen kann, welche Schwierigkeiten auftreten können und welches Potential für attraktive Spielplatzgestaltung darin enthalten ist – diesen Fragestellungen widmet sich die 3. Fachtagung zur Kindersicherheit auf Spielplätzen.

Das diesjährige Schwerpunktthema ist die barrierefreie Spielplatzgestaltung. Zahlreiche Experten beleuchten, wie Inklusion auf Spielplätzen einzuordnen und zu erreichen ist. Herausforderung und gleichzeitig große Kunst jeder Spielplatzgestaltung ist es, den Spiel- und Lernwert nicht durch „Übersicherung“ zu zerstören. Eintönige, unattraktive und damit verwaiste Spielplätze wären letztlich die Folge.

Für die kindliche Entwicklung ist ein gewisses Risiko als wesentlicher Bestandteil des Spielens unentbehrlich. Dies gilt für jedes Kind, gleich ob mit oder ohne Behinderung, und richtet sich nach den jeweiligen individuellen Fähigkeiten. Vorausgesetzt, Kinder lernen, Risiken im Außen zu erkennen und ihre eigenen Grenzen und ihr Potential einzuschätzen. Daher gilt für die Gestaltung von Spielplätzen generell und für barrierefreie im Besonderen: Nicht alle (Nutzer) müssen alles können, aber es muss für alle ein attraktives Angebot vorhanden sein.

Die 3. Fachtagung zur Kindersicherheit auf Spielplätzen beleuchtet diesen Grundsatz aus unterschiedlichen Perspektiven: Kommunen berichten von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung. Einrichtungen, die Kinder mit speziellen Voraussetzungen, wie blinde oder solche mit geistig-körperlichen Behinderungen betreuen, zeigen Möglichkeiten und Ausblicke.

Fachleute beleuchten, wie selbst Extrem-Spielplätze, wie Pump-Tracks oder Skateparks, inklusive Aspekte bieten können, wenn sie bestimmte Parameter berücksichtigen. Mitglieder des Normungsausschusses stellen die eigens entwickelte Matrix vor, welche Aspekte bei einem barrierefreien Spielplatz berücksichtigt werden müssen.

So genannte „Bewegungsbaustellen“ bieten den Tagungsteilnehmern mit einfachen Perspektivwechseln die Erkenntnis, was es bedeuten kann, gewohnte Dinge temporär anders zu erfahren, beispielsweise mit einer Beeinträchtigung. Eine Erfahrung, die die Sichtweise auf unsere gebaute Umgebung essentiell verändern kann.

Als wesentliche Neuerung bietet die Fachtagung 2019 einen zusätzlichen Tag speziell für Nutzer von Spielplätzen – Eltern, Betreuer und Pädagogen.

Die 3. Fachtagung zur Kindersicherheit auf Spielplätzen ist eine Veranstaltung von Massstab Mensch – barrierefrei und sicher leben, unter anderem in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) sowie Fachfirmen.

Die Fachtagung zur Kindersicherheit auf Spielplätzen richtet sich an alle, die mit Sicherheit von Spielplätzen betraut sind. Speziell an die Verantwortlichen in Kommunen und Gemeinden / Kindertageseinrichtungen und Schulen, aber auch an die mit Planung, Wartung und Inspektion Beauftragten und erstmals in diesem Jahr auch an Eltern, pädagogisches Personal und interessierte Privatpersonen.

Die Fachtagung ist als Fortbildung für Ingenieure, Fachplaner, Architekten und Landschaftsarchitekten anerkannt.
Early Bird: Für alle Schnellentschlossenen wird bis 31.01.2019 ein Frühbucher-Rabatt angeboten.

Weitere Informationen unter:
www.massstabmensch.de
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