Was verbindet die Fußgängerzone in der Altstadt von Lloret de Mar mit einer Wohnsiedlung in Tarragona, der Strandpromenade von Sitges oder dem Torres Villà-Park in Granollers? Alle Orte befinden sich im öffentlichen Raum und brauchen eine flexible, zuverlässige Beleuchtung, die möglichst wenig Energie verbraucht und sich komfortabel steuern lässt. Tridonic hat die Erneuerung der Beleuchtung gemeinsam mit dem Servicepartner SECE aus Barcelona erfolgreich umgesetzt.

An allen genannten Orten war gefordert, die herkömmliche Beleuchtung durch LED-Beleuchtung zu ersetzen, den Energieverbrauch zu reduzieren und eine ebenso robuste wie komfortable Lichtsteuerung zu integrieren.

Als Beispiel dient hier das beliebte Touristenziel Lloret de Mar. Hier sollte die Beleuchtung der zentralen Fußgängerzone erneuert und im gleichen Zug den wechselnden Anforderungen angepasst werden, die aus den verschiedenen Jahreszeiten und den damit verbundenen, stark schwankenden Besucherströmen entstehen. Gleichzeitig forderte die Kommune die Beleuchtung energieeffizienter und komfortabler zu gestalten. Die vorhandene Leuchteninfrastruktur sollte dabei erhalten bleiben und lediglich die Leuchtenköpfe neu ausgestattet und die herkömmlichen Lampen durch LED-Leuchtmittel ersetzt werden: insgesamt 95 150-W-Natriumdampf-Hochdrucklampen beziehungsweise 250-W-Quecksilberdampflampen.

Die Infrastruktur und den Betrieb der Straßenbeleuchtung verantwortet SECE. Als technischer Dienstleister ist das Unternehmen aus Barcelona spezialisiert auf die Installation, den Betrieb sowie die Erneuerung von öffentlichen Beleuchtungsanlagen und verwaltet in Spanien mehr als 400.000 Lichtpunkte.

Albert de Ramos Pons, Technical Manager bei SECE S.A. erklärt: „Wir waren auf der Suche nach einem qualifizierten Partner, der Komponenten bietet, die sich einfach in unsere Infrastruktur einbinden und vom Schaltschrank aus zentral steuern lassen. Außerdem mussten die Komponenten kompatibel zu verschiedenen Leuchten unterschiedlicher Hersteller sein, denn neben Lloret de Mar hatten wir auch die Projekte in Tarragona, Sitges und in Granollers auf der Agenda.“

Schon in der bestehenden Beleuchtungslösung steuerte SECE die Leuchten vom zentralen Schaltschrank aus via Telemanagement- oder Wireless-Technologie über ihren Controller. Eine lichttechnische Anpassung an die wechselnden Anforderungen durch stark schwankende Besucherströme zu verschiedenen Jahreszeiten war jedoch mit dieser Lösung nicht möglich.

Einfache Lösung mit zentraler Steuerung

Die zentrale Steuerungsmöglichkeit sollte jedoch erhalten bleiben, ebenso wie die vorhandene Leuchteninfrastruktur. „Auf unserer Suche nach geeigneten Partnern stießen wir auf Tridonic, denn der Anbieter für effiziente Lichtlösungen verfügt über ein großes LED-Treiber-Portfolio mit umfangreichen Funktionen für verschiedene Anforderungen und war auch bereit, SECE bei dieser Lösung partnerschaftlich zu unterstützen,“ führt Albert de Ramos Pons weiter aus.

Nach umfangreichen Tests entstand eine kombinierte Lösung. Die bisherige Infrastruktur mit der zentralen Steuerung konnte beibehalten werden. Als Betriebsgeräte für die neuen LED-Lampen kamen dimmbare Premium- Treiber für den Außenbereich zum Einsatz. Die robusten Treiber sind mit einer universellen one4all-Schnittstelle ausgestattet, die DALI DT 6, DSI, switchDIM und corridorFUNCTION V2 umfasst. Für die Anpassung der Helligkeit steht die Funktion GridControl zur Verfügung. Sie nutzt das U6Me2-Protokoll zur Übertragung entsprechender Signale über die Netzleitung.

Helligkeit dem Bedarf anpassen

So können auch die neuen LED-Leuchten zentral über den Telemanagement Controller über die Netzleitung gesteuert werden. Dazu gibt der Controller, entsprechend der gewünschten Helligkeit, Signale mit Befehlen an die LED-Treiber aller in einem Straßenzug installierten Leuchten weiter.

Gerade in der Außen- und Straßenbeleuchtung lohnt es sich, die Helligkeit beispielsweise während der Nacht oder zu wenig frequentierten Zeiten zu reduzieren. Mit der Funktion chronoSTEP gelingt dies auf einfache Art. Standardmäßig wird über drei Tage der Ein- und Ausschaltzeitpunkt (Sonnenauf- und Sonnenuntergang) der Beleuchtung ermittelt und aus dem Mittelwert dieser Zeitpunkte die virtuelle Mitternacht berechnet. Um die virtuelle Mitternacht herum werden die Dimmlevel dann entsprechend angepasst.

Die virtuelle Mitternacht lässt sich aber auch ganz individuell über GridControl manuell programmieren. Dahinter verbirgt sich das Programmierprotokoll U6Me2, welches Tridonic dem Betreiber SECE zur Verfügung gestellt hat. Damit konnten verschiedene Profile und der gewünschte Ausgangsstrom eingestellt und bei Bedarf auch Profilwerte zurückgesetzt werden. Tridonic hat anschließend die Kompatibilität mit der Steuerung geprüft und eine Liste mit kompatiblen Treibern bereitgestellt. Inzwischen ist das Initialprojekt in Lloret de Mar erfolgreich abgeschlossen und auch die drei anderen Projekte in Tarragona, Sitges und Granollers sind bereits in Betrieb.

Weitere Informationen unter:
www.tridonic.com
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