Die Digitalisierung wächst, und mit ihr der Energiebedarf von Rechenzentren. Was lange als reine Belastung galt, entpuppt sich für Städte und Gemeinden zunehmend als Chance: Wo Server arbeiten, entsteht Wärme. Wird diese systematisch in lokale Wärmenetze eingespeist, leisten Rechenzentren einen signifikanten Beitrag zur kommunalen Wärmewende.
Abwärme und Sektorkopplung
Jedes Rechenzentrum gibt im Betrieb große Mengen an Wärme ab, die bislang meist ungenutzt an die Umgebung abgeleitet werden. Sektorkopplung bedeutet, diese Energie sektorübergreifend nutzbar zu machen, etwa zur Beheizung von Schulen, Verwaltungsgebäuden, Schwimmbädern oder Wohnquartieren. Strom-, Wärme- und Digitalsektor verschmelzen so zu einem System, in dem kaum Energie verloren geht. Für die kommunale Wärmeplanung entsteht eine planbare, lokal verfügbare und CO₂-arme Wärmequelle, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.
Was nLighten heute schon umsetzt
nLighten betreibt europaweit ein Netzwerk an Edge-Rechenzentren in zentralen Wirtschaftsräumen, in Deutschland befinden sich diese u.a. in München, Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und Nürnberg. An mehreren dieser Standorte ist die technische Vorbereitung der Wärmeabgabe bereits im Masterplan verankert.
Die ersten Projekte sind bereits in der Umsetzung: Über Wärmepumpen wird die Serverabwärme auf nutzbare Vorlauftemperaturen von bis zu 65 °C gehoben und in lokale Wärmenetze eingespeist. Künftig sollen damit verschiedene öffentliche Einrichtungen sowie Gewerbegebäude versorgt werden.
Öffentlich-Private Partnerschaften als Schlüssel
Damit Abwärmenutzung gelingt, braucht es starke Partner: kommunale Versorger, technische Planer, Wärmenetzbetreiber, und den politischen Willen vor Ort. Die Erfahrung zeigt, dass hier unterschiedliche Akteure aufeinandertreffen und gemeinsam einen Mehrwert schaffen können. Vertragsverhandlungen über Vorlauftemperaturen, Abnahmemengen, Schnittstellen und Redundanzen brauchen Zeit. Wer früh gemeinsam plant, idealerweise bereits im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung, verkürzt diesen Prozess erheblich.
Öffentlich-Private Partnerschaften eröffnen Kommunen einen pragmatischen Weg: Der Rechenzentrumsbetreiber investiert in die Wärmeauskopplung, der kommunale Versorger in das Verteilnetz, Bund und Länder unterstützen mit Fördermitteln.
Im Ergebnis entstehen klimaresiliente Quartiere, in denen digitale Infrastruktur und nachhaltige Wärmeversorgung Hand in Hand gehen. Rechenzentren sind damit weit mehr als Stromverbraucher. Richtig eingebunden, werden sie zu aktiven Gestaltern der Energiewende, und somit zu Partnern, mit denen Städte und Gemeinden ihre Klimaziele schneller erreichen. Mit über 30 Rechenzentren in ganz Europa geht nLighten diesen Weg bereits konsequent, und versteht Nachhaltigkeit nicht als Add-on, sondern als festen Bestandteil seiner Standortstrategie.
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