Verbesserte Bioabfallsammlung dank Bio-Filterdeckel

Biotechnologische Entwicklung zur Mengensteigerung bei der Sammlung von Bioabfällen

Das Gesetz ist eindeutig: Biomüll muss künftig getrennt vom übrigen Müll gesammelt und verwertet werden. Es geht also nicht mehr um das Ob, sondern allein um das Wie. Vielerorts weigert man sich aber, das Getrenntsammlungsgebot konsequent durchzusetzen oder möchte zunächst erst einmal gar keine Biotonne anbieten. Gründe dafür sind die Angst vor Zusatzkosten sowie der allgemein schlechte Ruf der Biotonne. Dieser ist allerdings nur berechtigt, wenn die Deckel der Sammelbehälter nicht dicht schließen, so dass Fliegen freien Zutritt haben und Gerüche ungefiltert entweichen können. Fachleute rechnen mit mehreren Millionen Tonnen Bioabfall, die nicht mehr im Restmüll landen dürfen. Aus der energiereichen Biomasse sollen hochwertiger Dünger, Qualitätskompost und vor allem wertvolles Biogas gewonnen werden.

In Nordrhein-Westfalen sieht der neue Abfallwirtschaftsplan der Landesregierung eine verpflichtende Einführung der Biotonne nicht explizit vor. Allerdings soll hier künftig weit mehr Biomüll als bisher getrennt erfasst und verwertet werden. 150 Kilogramm je Einwohner und Jahr setzt der Plan als langfristiges Ziel an. Fachleute fragen sich aber, wie eine derartige Menge ohne Pflicht zur Biotonne zusammenkommen soll. Bei einer breit angelegten Erfassung von Bioabfall aus privaten Haushalten haben sich technisch ausgereifte Sammelsysteme mit Bio-Filterdeckeln bewährt.

Nur diese Systeme gewährleisten eine hygienisch einwandfreie und wirtschaftlich kostensparende Biomüllabfuhr. Dabei erlauben sie ohne Probleme eine Abfuhr auch von Bioabfällen mit hohem Speiseresteanteil ganzjährig im Zwei-Wochen-Rhythmus. Dadurch erspart der Biofilterdeckel sogar bares Geld: Die Kosten der Neuanschaffung werden im ersten Jahr mit eingesparten Zusatzabfuhren amortisiert. Bereits im zweiten Jahr kommt eine nicht unerhebliche Kostenersparnis zum Tragen.

Zu Jahresbeginn 2015 hat der Landkreis Cochem-Zell die Biotonne mit Bio-Filterdeckel eingeführt und gleich von Beginn an auf eine ganzjährig 14-tägige Abfuhr gesetzt. Nach drei Monaten Praxis stimmen die Ergebnisse optimistisch: In den meisten Haushalten verringerte sich das Restmüllaufkommen deutlich, zum Teil um bis zu 75 %. Und die eingesammelten Mengen an Biomüll liegen weit über den Prognosen. Vergleichbare Ausschreibungen der Behältersysteme gibt es derzeit im Landkreis Ravensburg und in den Städten Isny und Wangen im Allgäu. Im Landkreis Lörrach gab es – nach intensiver Bürgerbeteiligung – ein klares Votum für die Biotonne mit Filterdeckel und aktuell die entsprechende Ausschreibung.

Allein in diesen beispielhaft genannten Gebieten nutzen dann mehr als 100.000 Haushalte von Beginn an eine Biotonne mit Filterdeckel. Bundesweit vertrauen inzwischen schon fast eine Million Haushalte auf diese bürgerfreundlichen Sammelsysteme.

In Regionen, die noch keine getrennte Sammlung von Bioabfällen anbieten, sind Politiker und Verwaltungsfachleute in den kommenden Wochen und Monaten gefordert: Sie müssen bürgernahe Konzepte und technisch ausgereifte Lösungen für die Biotonne vorlegen. Früher oder später rücken dabei Fragen zum Sammelsystem und zur technischen Beschaffenheit der Biotonne in den Fokus. Nur eine saubere Sammlung der Bioabfälle zu vernünftigen Gebühren garantiert auf lange Sicht eine breite Zustimmung der Bürger, ohne die eine getrennte Sammlung nicht denkbar ist.

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