Seit letztem Sommer überrascht die im Jahr 2012 errichtete Fuß- und Radwegbrücke in Dortmund-Hörde die Passanten mit einer dynamischen Lichtinszenierung.

Mit 92 Metern ist die Porta Westfalica die längste von insgesamt sieben Stahlbrücken im kompletten Phoenix Park Areal in Dortmund Hörde. Ihre Materialwahl nimmt Bezug zur Vergangenheit des Stahlstandortes, ihr dynamisches Lichtkonzept mit variabler Farb- temperatursteuerung von 2700 K bis 6000 K gibt einen Ausblick in die Zukunft von Tunable White Inszenierungen im Außenraum. Für die Licht- und Elektroplanung zeichnet das Büro licht l raum l stadt planung gmbh, Wuppertal verantwortlich, die Ausführung wurde von ledsdream gmbh aus Düsseldorf realisiert.

Werkstags und am Wochenende gibt es zwei verschiedene, dezent verlaufende, dynamische Lichtsequenzen von rund 10 Minuten in einer Wiederholungsschleife. Sie erfassen die Brücke mit sanften Wellenbewegungen und weichen Übergängen von neutralweiß hin zu warmweiß und vice versa. Oder sie erzeugen mit einer monochromen Beleuchtung mit kaltweißem Licht und subtilem Auf- und Abschwellen der Beleuchtungsintensität im Wechsel von der rechten zur linken Brückenseite einen sehr langsamen Schaukeleffekt.

Einzig sogenannte Interrupts, kleine kurze Zufallseinspielungen, unterbrechen die Sequenzen. Während die kaltweißen Lichtszenen die Architektur der Brücke in Szene setzen, schaffen die warmweißen Szenen ein atmosphärisch angenehmes Licht, um sich in den mit Sitzgelegenheiten ausgestatteten Grünbereichen unter und in der Nähe der Brücke aufzuhalten. Eine gesonderte Eventlichtszene mit größerer Dynamik erfolgt bei Bedarf auf manuellen Abruf.

Die Inszenierung wird mit 16 lichtstarken, DMX gesteuerten WE-EF FLC240-TW LED Scheinwerfern mit variabler, stufenloser Farbtemperaturregelung von warmtonigen 2700 K bis zu kühl wirkenden 6000 K bei gleichbleibendem Lichtstrom realisiert. Die eine Hälfte der Scheinwerfer ist mit symmetrisch breitstrahlenden Optiken ausgestattet, die andere generiert bandförmige engstrahlende Lichtverteilungen. Montiert an den Untergurtrohren oberhalb der beiden Mittelstützungen beleuchten sie jeweils paarweise das gegenüberliegende Tragwerk.

Dabei sorgt die breitstrahlende Optik für die Ausleuchtung der Brückenuntersicht, während mit der engstrahlenden Lichtverteilung die Konturen des Stahlrohr-Tragwerks herausgearbeitet werden. Im Zusammenwirken entsteht eine differenzierte Beleuchtung, die mithilfe von Tunable White subtil und zugleich wirkungsvoll dynamisiert wird und der Porta Westfalica Brücke eine einzigartige Ausstrahlung mit identitätsstiftender Wirkung verleiht.

Weitere Informationen unter:
www.we-ef.com
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