Stählerne Kunst am Müritz-Ufer

Nach einer Vorlage des GrafikPeter hat SCHORISCH Magis den Flößer erschaffen / Attraktion für Waren

Die Stadt Waren ist um eine Attraktion reicher. Am Ufer der Müritz steht ein eiserner Geselle. „Der Flößer“ heißt das Kunstwerk, das in der Stahlschmiede von SCHORISCH Magis entstanden ist. Die Vorlage für den Stahlschnitt schuf Roman Peter; die Karstädter sorgten für die Realisierung seiner Idee.

Eigentlich sind die Mitarbeiter des modern aufgestellten Industrieunternehmens eher die Männer für die ganz großen Projekte. Sie sanieren historische Drehbrücken, bauen Fischaufstiegstreppen oder erneuern Dammbalken und Wehre. „Für die Erschaffung eines Kunstwerks Hand anzulegen, ist für uns eine völlig neue ­Dimension“, sagt Projektleiter Bernd Westphal. Der digitalisierte Entwurf vom GrafikPeter aus Güstrow diente ihnen als Vorlage für die vier Meter hohe Skulptur aus COR-TEN B.

Diese Stahlart lässt sich gut formen und gilt aufgrund ihrer Unempfindlichkeit gegen­-über Witterungseinflüssen als sehr langlebig. COR-TEN B rostet extrem langsam. Er lässt sich gut verschweißen, was sich bei Skulpturen dieser Größe meistens nicht vermeiden lässt. Da die Schweißfachingenieure aus Brandenburg ihr Handwerk jedoch perfekt beherrschen, ist die Naht gar nicht mehr sichtbar.

„Ich bin froh und dankbar, dass ich mit den Stahlbauern aus Karstädt zusammenarbeiten durfte“, sagt Roman Peter, „denn die Leute sind absolut professionell unterwegs. Sie identifizieren sich zu 100 Prozent mit ihrem Auftrag.“ Das Wichtigste aber sei: „Wir begegnen uns auf Augenhöhe und wertschätzen unsere Arbeit.“ Sogar das Stahlkorsett, in dem die 900 Kilogramm schwere Figur angeliefert wurde, habe so perfekt gepasst, dass sich an seinem Kunstwerk nichts verformen konnte.

Sauber, pünktlich und kompetent: So wird Jürgen Wilhelm die Mitarbeiter von SCHORISCH Magis in Erinnerung behalten. Sie hätten durch ihre Arbeit einen bleibenden Bezug zur Historie der alten Holzsägemühle geschaffen, sagt der städtische Projektleiter. An die Blütezeit des Flößerhandwerks im 19. Jahrhundert wird die Skulptur noch lange erinnern.

Weitere Informationen unter:
www.schorisch-gruppe.de
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