Stabiles Bogenpflaster für modernes Wohnkonzept

Seniorenzentrum in Dannstadt-Schauernheim gestaltet Innenhof auf besondere Art

Prognosen gehen davon aus, dass die Zahl pflegebedürftiger Menschen von heute etwa 2,2 Millionen bis zum Jahre 2050 auf insgesamt 4,6 Millionen Menschen ansteigen wird. Für deren Unterbringung stehen in Deutschland aktuell rund 13.000 Pflegeheime zur Verfügung. Diese bieten Platz für insgesamt gut 900.000 pflegebedürftige Personen. Weil ein Großteil der auf Pflege angewiesenen Menschen aufgrund veränderter Familienstrukturen nicht mehr zu Hause gepflegt, sondern auf professionelle Heimpflege angewiesen sein wird, bleibt auch künftig der Bedarf an zusätzlichen Pflegeplätzen weiterhin hoch. Standen früher bei der Planung neuer Pflegeinrichtungen eher Aspekte der reinen Pflege und Unterbringung hilfsbedürftiger Menschen im Vordergrund, so rücken heute deutlich höhere Anforderungen an Gestaltung und Funktionalität von Pflegeheimen in den Fokus. Gefragt sind moderne Wohnkonzepte, die auf die Situation kranker, alter und verwirrter Menschen zugeschnitten sind und dabei gleichzeitig eine möglichst hohe Aufenthaltsqualität bieten. An Bedeutung in diesem Zusammenhang gewinnt neben der Hochbauarchitektur auch die Art und Weise der Flächenbefestigung im Außenbereich. Auf welche Weise man diese so umsetzen kann, dass neben den rein funktionalen Aspekten auch die Anforderungen an ein modernes Wohnkonzept erfüllt werden, das zeigt das Beispiel des Neubaus eines Senioren-Wohnstifts im pfälzischen Dannstadt-Schauernheim.

„Zur Dannstadter Höh“ – so nennt sich das neue Senioren-Zentrum, das in der kleinen Gemeinde südwestlich von Ludwigshafen in der vorderpfälzischen Rheinebene von 2014 bis zum Ende 2015 im Ortsteil Schauernheim für ca. 24 Millionen Euro entstand. 65 pflegebedürftige Menschen können hier in sechs Wohngruppen leben. Dipl.-Ing. (FH) Mathias Kempf vom Bauträger – der Senioren Immobilien Kempf GmbH aus Lambsheim – beschreibt die Wohnkonzeption: „Jede der Wohngruppe bietet bis zu elf Bewohnern Platz. Pro Bewohner steht ein eigenes Zimmer zur Verfügung. In der großen Küche wird gemeinsam gekocht und gegessen. Die benötigten Lebensmittel sowie Artikel für den täglichen Bedarf können in dem kleinen Einkaufsmarkt im Erdgeschoss besorgt werden. Darüber hinaus ist jedes Zimmer in dem drei Stockwerke umfassenden Gebäude behindertengerecht ausgestattet – vom Bett bis zum Bad einschließlich Toilette.

Eine ausgeklügelte Lichttechnik simuliert den Tag-Nacht-Zyklus und verbessert so das Wohlbefinden derjenigen Bewohner, die sich überwiegend im Innern aufhalten. Außerdem verhindert die Lichtsteuerung, dass Menschen Schatten werfen und Demenzkranken vor ihrem eigenen Schatten erschrecken. Für behinderte Menschen und ihre Eltern gibt es 20 spezielle Wohneinheiten, die es ihnen ermöglichen, auch im fortgeschrittenen Alter zusammenzuleben. Im Dachgeschoss wiederum befinden sich ein Therapie- und ein Veranstaltungsraum – und eine große Terrasse“, so Kempf.

Zentraler Platz dient als Bindeglied

Eingebunden in ein gemeinsames Versorgungskonzept entstanden so Bungalows, betreute Wohnanlagen, Pflegeheim, ambulante Pflege und ein Café – Restaurant in großzügiger offener Bebauung. Als Bindeglied zwischen allen Gebäudeelementen dient ein zentraler Platz. Mathias Kempf erklärt hierfür den planerischen Ansatz: „Der etwa 1000 Quadratmeter große Hof nimmt für die gesamte Anlage eine besondere Aufgabe wahr. Er soll durch eine geeignete Gestaltung den Bewohnern ein Gefühl der Geborgenheit und des Zusammenlebens vermitteln.

Eine besondere Rolle spielte für uns dabei die Flächenbefestigung. Es war unser Ziel, die Oberfläche des Hofs im Kontrast zu den gelben Fassaden und den Pflanzkübeln mit Hilfe eines geeigneten Betonpflastersystems optisch in den Hintergrund zu stellen.“ Neben gestalterischen Aspekten galt es aber auch, funktionelle Anforderungen zu erfüllen. Bedeutung für den Planer hat hierbei vor allem die Belastbarkeit der Fläche. Hierzu Kempf: „Weil die Fläche auch von Lieferfahrzeugen bis 3,5 Tonnen befahren wird, ist es uns auch wichtig, dass der Pflasterbelag auf dem Innenhof dieser Belastung stand hält.“

ArcoSwing – künstlerisch geschwungenes Bogenpflaster

Die Entscheidung für das zu verwendende Material fiel auf ArcoSwing aus der CombiStabil-Produktfamilie des Herstellers Beton Pfenning aus Lampertheim. Dieses – aus drei Formaten bestehende System im Farbton basaltmix – ermöglichte den Planern eine optisch sehr ansprechende Verlegung. Grund hierfür ist die künstlerisch geschwungene Bogenform, die sich beim Aneinanderlegen der drei großformatigen Steinformate ergibt. Das System ist dabei so konzipiert, dass sich die 120 cm langen und 53,7 cm breiten Bögen so verlegen lassen, dass eine geschlossene Fläche aus versetzten Segmenten entsteht.

Hierzu Kempf: „Als Folge der relativ großen Formate, die ArcoSwing aufweist, ergeben sich zudem zwei entscheidende Vorzüge: Erstens eine sehr gute Begehbarkeit und zweitens eine einfache und wirtschaftliche Verlegung.“ Ein weiterer Vorteil ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen: Die Steinflanken sind mit dem bewährten CombiStabil-Verbundsystem ausgestattet. Dieses garantiert eine funktionierende Fuge und ermöglicht so eine optimale Kraft- übertragung zwischen den Steinen. Kempf: „Damit ist ArcoSwing auch für eine Verkehrsbelastung ausgelegt, wie wir sie hier vorfinden.“

CombiStabil – stabil dank optimaler Fugenausbildung

Auf der gleichen Verbundsteintechnologie basieren auch die weiteren gut 1.500 Quadratmeter befestigten Flächen rund um die Wohnanlage. So entschieden sich die Planer für die Zufahrt zur Tiefgarage und für die Befestigung der Parkplätze für das Pflastersystem CombiStabil im Farbton Muschelkalk. Hierzu Bauleiter Dipl.-Ing. Jürgen Kempf: „Dieses Pflastersystem verfügt über die gleiche Abstandhaltertechnologie wie das System ArcoSwing. Es besitzt Verbundelemente an den Steinen, die paarweise so angeordnet sind, dass eine Verschiebung der Steine gegeneinander verhindert wird. Die Fuge wird bei diesem System stets optimal ausgebildet und kann ihre Funktion als elastischer Puffer zwischen den Steinen sehr gut erfüllen. Weil es nur wenige punktuelle Kontakte zwischen den Steinen gibt, bleibt die gesamte Fläche langfristig elastisch und hält auch den Rangierbewegungen, die auf diesen Flächen stattfinden, langfristig stand.“

Nach Fertigstellung der Anlage Ende 2015 ist klar erkennbar, dass auch die Flächenbefestigung einen wichtigen Beitrag zur Realisierung des Wohnkonzeptes leistet. Die Planer sind sich sicher, dass insbesondere der Innenhof ein idealer Ort für Begegnungen geworden ist. Jürgen Kempf bemerkt abschließend: „Hierzu trägt nicht nur die edle Steinoberfläche, sondern vor allem auch die extravagante Bogenform der Pflastersteine bei, mit denen die Fläche befestigt wurde. Beides zusammen erzeugt eine sehr angenehme Aufenthaltsqualität für die Heimbewohner.“

Weitere Informationen unter:
www.beton-pfenning.de
KD1703019