Siemens präsentiert sparsamste Ampel der Welt

Mit einer neuen Technik verbessert Siemens die Energieeffizienz von Ampeln um über 85 Prozent und entlastet damit nicht nur die Umwelt sondern auch die Kassen der Städte. Denn dadurch werden an einer durchschnittlichen Kreuzung mit Glühlampentechnik und rund 55 Leuchtfeldern (Rot, Gelb oder Grün) pro Jahr über 6 000 Kilogramm klimaschädliches CO2 vermieden. Möglich wird dies durch die so genannte „1-Watt-Technologie“. Erste Vorreiterprojekte sind in Bozen (Italien) und Bietigheim-Bissingen im Einsatz.

Ein Paukenschlag für die Verkehrstechnik: Siemens-Entwickler haben es geschafft, die Leistungsaufnahme (den Stromverbrauch) eines Ampelsignals auf ein bis zwei Watt zu reduzieren. Möglich wird dies durch die „1-Watt-Technologie“. Siemens revolutioniert damit den Markt und verbessert die Energieeffizienz der Standard-230V-LED-Technologie um bis zu 85 Prozent.
Die 1-Watt-Technologie nutzt digitale LED-Treibermodule. Dadurch wird auf Lastwiderstände und Schaltelemente in den Signalgebern verzichtet, die bislang einen Großteil der Energie verbrauchten. So kann der Stromverbrauch eines Ampelsignals von bis zu 60 Watt bei Glühlampentechnik auf ein bis zwei Watt reduziert werden. Zusätzlich kommen modernste Leuchtdioden mit geringer Leistungsaufnahme bei gleichbleibender Leuchtstärke zum Einsatz. Neben Stromkosten reduziert der 1-Watt-Technologie-Signalgeber künftig auch den Serviceaufwand. Über die optische Überwachung wird der Zustand der Leuchtdioden kontinuierlich erfasst. In Zukunft ist es denkbar, eine Vorhersage über den möglichen Ausfallzeitpunkt zu treffen, so dass Signalgeber präventiv gewartet werden können. Zudem überwacht Siemens, als erster Hersteller weltweit, nicht nur Spannung und Strom, sondern auch die Leuchtkraft der LED-Signalgeber. Durch dieses mehrschichtige Überwachungskonzept erreicht die 1-Watt-Ampel das höchste Sicherheitslevel (SIL3) im Straßenverkehr.
Mit der 1-Watt-Technologie können in einer Großstadt wie Berlin zusätzlich rund 2.000 Tonnen CO2 und zudem 500.000 Euro Energiekosten jährlich eingespart werden – auch wenn bereits heute eine moderne zwölf Watt LED-Technologie eingesetzt wird. Ohne den Einsatz der sparsamen Ampeltechnik bedeutet dies: Eine Stadt wie Berlin müsste jährlich rund 2.000 Laubbäume pflanzen, um den CO2-Ausstoß zu kompensieren. Die typische Lebensdauer von Ampeln beträgt über 10 Jahre. Das heißt, im Laufe der Jahre müsste ein Wald mit über 20.000 Laubbäumen gepflanzt werden, um die schädlichen Emissionen, die durch den Energieverbrauch der Kreuzungen verursacht werden, wieder gut zu machen. Werden in einer Stadt noch viele alte Glühlampen statt LEDs verwendet, ist der Spareffekt bei Energiekosten und Emissionen noch wesentlich größer: Hier können sich die Kosten zur Installation einer neuen Ampelkreuzung in 1-Watt-Technologie schon in unter fünf Jahren amortisieren.
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Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2015, das am 30. September 2015 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 75,6 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 7,4 Milliarden Euro. Ende September 2015 hatte das Unternehmen weltweit rund 348.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com