In den meisten Städten und Gemeinden gehören Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung im Rahmen kommunaler Bauvorhaben zum täglichen Geschäft. Von der Kostenschätzung über das Leistungsverzeichnis bis zur Abrechnung entstehen dabei große Datenmengen, die einen reibungslosen und sicheren Austausch zwischen den Beteiligten erfordern. Dafür ist eine geeignete AVA Software entscheidend. Für den zuverlässigen Umgang mit allen AVA-Informationen bietet ARCHITEXT Pallas jetzt die Standardschnittstellen GAEB XML V3.3 und die X31-Schnittstelle für Aufmaße.

Die Grundlage für den Austausch von Baudaten in Deutschland ist ein einheitliches Dateiformat, aktuell GAEB DA XML, das die jeweiligen Daten der einzelnen AVA Phasen sicher transportiert. Lassen sich die ausgetauschten Dateien nicht verarbeiten, verpufft schließlich der Rationalisierungseffekt des elektronischen Datenaustausches.

Wozu GAEB-Dateien?

GAEB-Dateien dienen bereits seit 1985 dem standardisierten Austausch von Bauinformationen – unabhängig von Hard- und Software der Projektbeteiligten wie Bauherren, Planer, Bieter, Auftragnehmer oder Lieferanten. Format und Inhalte werden von den Arbeitskreisen des Gemeinsamen Ausschusses Elektronik im Bauwesen (GAEB) definiert und geregelt.

Mit GAEB-kompatiblen Systemen können je nach Baufortschritt, z. B. Ausschreibung, Angebot, Auftragserteilung, also die relevanten Daten zwischen den Beteiligten geregelt übertragen werden. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Denn so können alle beteiligten Partner eines Bauprojektes sehr viel Zeit sparen, insbesondere durch den Wegfall der manuellen Eingabe von Daten, die zuvor schon einmal erfasst worden sind. Die automatisierte Verarbeitung von GAEB-Dateien reduziert natürlich auch die Fehleranfälligkeit bei der Datenerfassung und gewährleistet so eine sichere Projektdokumentation.

Hierzu ein Beispiel: Hat der Auftraggeber ein Leistungsverzeichnis als GAEB-Datei bereitgestellt, kann das Leistungsverzeichnis vom Bieter downgeloadet und über die GAEB-Schnittstelle eingelesen werden. Anschließend können vom Bieter die Angebotspreise zu den ausgeschriebenen Positionen erfasst und die GAEB-Angebotsdatei erzeugt werden. Diese GAEB-Datei wird dann wieder an den Bauherren z. B. per E-Mail zurückgesendet.

GAEB-Austauschphasen und Schnittstellen

Der GAEB-Datenaustausch gliedert sich gemäß der jeweiligen Bearbeitungsphasen in sechs Datenaustauschphasen. Dafür werden die Kennungen 81 bis 86 verwendet:

Planungsphase:

81 Leistungsverzeichnisübergabe
82 Kostenanschlagsübergabe auf Grundlage von Positionen

Ausführungsphase:

83 Angebotsaufforderung
84 Angebotsabgabe
85 Nebenangebot
86 Zuschlag/Auftragserteilung

Dafür gibt es folgende Schnittstellen:

GAEB-90 ist das älteste noch verwendete Datenformat. Die Dateien enden auf D, kombiniert mit der Austauschphase, z. B. D83. Bilder, Formatierungen und Tabellen können damit nicht übertragen werden. Die Anzahl der Ordnungszahlstellen ist auf 9 begrenzt.

GAEB-2000 wurde als Nachfolgeregelung nicht mehr weiterentwickelt.

GAEB-XML ist das aktuelle Format basierend auf der etablierten Beschreibungssprache eXtensible MakupLanguage (XML) und die einzige Regelung, die weiterentwickelt und fortgeschrieben wird. Die Dateien enden auf X, kombiniert mit der Austauschphase, z. B. X83. Verfügbar sind die Versionen GAEB DA XML V3.1 (gültig bis 2013), V3.2 (bis 2021) und V3.3 als aktuelle Regelung.

GAEB-zertifizierter Datenaustausch mit Architext Pallas

Die AVA-Software ARCHITEXT Pallas bietet allen Projektbeteiligten einen GAEB-konformen elektronischen Austausch von Bauinformationen. Die Schnittstellen wurden in den Versionen 3.1 und 3.2 nach den Spezifikationen des Bundesverbandes Bausoftware e.V. (BVBS) zertifiziert und die Konformität mit den Prüfkriterien bescheinigt. „Neu in Pallas ist jetzt die aktuelle Version der Standardschnittstelle GAEB XML V3.3. Auch hierfür steht die Zertifizierung demnächst an“, sagt Ergün Ayduran, Projektmanager bei der ARCHITEXT Software GmbH.
Mit der aktuellen Pallas Version V5.5 können nun auch die Aufmaße über das GAEB-Aufmaßformat X31 importiert und exportiert werden. Dies war bisher nur nach den Regelungen der elektronischen Abrechnung möglich. „Die X31-Schnittstelle bietet den praktischen Vorteil, dass sie auch Ordnungszahlen, also Positionsnummern, bis zu 14 Stellen und bis zu 5 Hierarchiestufen erlaubt“, erläutert Ergün Ayduran.

ARCHITEXT Pallas verarbeitet allerdings nicht nur das aktuellste GAEB-Format zuverlässig. Auch die immer noch präsenten Formate GAEB 90 und 2000 können damit sicher ausgetauscht werden.

Die Software steht als Testversion unverbindlich und kostenfrei unter www.architext.de zum Download bereit.

Weitere Informationen unter:
www.architext.de
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