Schutz vor Starkregen – Immobilien in trockenen Tüchern!

Starkregen fordert Bauplanung und Gebäudeverwaltung zunehmend heraus. Der gesetzlich vorgeschriebene Überflutungsschutz wird dennoch häufig unterschätzt. TÜV SÜD erläutert die Vorgaben der einschlägigen Norm und liefert Expertenwissen, um Neubau- und Sanierungsprojekte wirksam und gesetzeskonform umzusetzen.

Starkregen fordert Bauplanung und Gebäudeverwaltung zunehmend heraus. Der gesetzlich vorgeschriebene Überflutungsschutz wird dennoch häufig unterschätzt. Dipl.-Ing. Christian Jüngling von TÜV SÜD erläutert die Vorgaben der einschlägigen Norm und liefert Expertenwissen, um Neubau- und Sanierungsprojekte wirksam und gesetzeskonform umzusetzen.

2,7 Milliarden Euro Schaden entstand allein 2024 in Deutschland durch Starkregen und Überschwemmungen, bilanziert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Und laut Klimaforschung werden solche Extremwetterereignisse immer häufiger. An Gebäuden kann dadurch nachhaltig großer Schaden entstehen. Während Inventar und Menschenleben unmittelbar gefährdet sind, kann die Nässe langfristig die Bausubstanz schädigen und Schimmel verursachen.

Einen wirksamen Schutz nach den allgemein Anerkannten Regeln der Technik definiert die Norm für Entwässerungsanlagen von Gebäuden und Grundstücken, die DIN 1986-100. Die Vorgaben werden sowohl durch die Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VV TB) der Länder verpflichtend, wie auch häufig durch die kommunalen Entwässerungs- bzw. Abwassersatzungen. Auch bei der Vergabe von Bauaufträgen nach VOB/C (ATV DIN 18381) wird die Norm regelmäßig verankert.

Den Schutz des Gebäudes belegen

Eigentümer von Grundstücken mit mehr als 800 Quadratmetern abflusswirksamer Fläche müssen mit dem Überflutungsnachweis versichern, dass kein Regenwasser ins Gebäude eindringen kann. Grundstück und Gebäude müssen Regenwasser schnell und effektiv ableiten können, Abfluss- und Versickerungseinrichtungen entsprechend dimensioniert sein.
Ebenso im Fokus stehen Untergeschosse: Lichtschächte, Kellerzugänge oder Tiefgarageneinfahrten müssen gegen das Eindringen von Wasser geschützt werden. Rückstausicherungen bewahren Räume unter der Rückstauebene vor eindringendem Wasser aus der Kanalisation. Kommt es doch zu einem Wassereinbruch kommen zum Beispiel Notüberläufe oder Pumpen zum Einsatz.

Bevor das Wasser bis zum Hals steht

Mit dem Überflutungsnachweis erfüllen Eigentümer nicht nur gesetzliche Vorgaben, sondern erhalten auch ein effektives Werkzeug für sichere Gebäude, reduzierte Haftungsrisiken und nachhaltiges Bauen. TÜV SÜD unterstützt Kommunen bei der rechtskonformen Erstellung. Die Fachleute analysieren die Gefährdungslage, entwickeln passgenaue Schutzmaßnahmen, klären auf über wirksame Entwässerung und helfen auch im Schadensfall.

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