Schärfere Gesetze bei Rattenbekämpfung

Um die Rattenpopulation und mit ihr die Übertragung von Krankheiten unter Kontrolle zu halten, setzen Städte, Gemeinden und Kommunen unter anderem Giftköder ein. Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass sich die gesetzlichen Vorschriften geändert haben. Der Kontakt des Giftköders mit dem Wasserkreislauf muss laut Gesetz verhindert werden, da die eingesetzten Mittel unter anderem auch für den Menschen gefährlich sind. Bislang gibt es jedoch nur eine Lösung, die die aktuellen Anforderungen erfüllt.

Nahezu jede Gemeinde in Deutschland hat mit Ratten zu kämpfen. Landesweit gibt es laut Experten rund 350 Millionen dieser Schadnager. Ratten zerstören nicht nur Landschaften und Bauten mit ihren Wühlaktivitäten, sondern übertragen auch Krankheiten wie Salmonellen, Wurmeier, Ektoparasiten Leptospirose und Tuberkulose. Nicht zuletzt, weil ein einziges Rattenpaar bis zu 1.200 Nachkommen pro Jahr erzeugen kann, ist der Einsatz von Giftködern zumeist unumgänglich. Allerdings enthalten diese in der Regel Substanzen, die auch für andere Tiere und nicht zuletzt den Menschen gefährlich sind.

Um Menschen ebenso wie Eulen, Katzen und Hunde und andere Tiere besser zu schützen, wurden EU-weite sowie nationale Gesetze und Richtlinien erlassen, die dafür sorgen sollen, dass bestimmte Giftstoffe nicht in den Wasserkreislauf gelangen. Im Rahmen der bereits im Oktober abgeschlossenen Neugenehmigung von sogenannten Antikoagulanzien als Biozid-Wirkstoffe hat die EU Kommission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten die Anwendungsbestimmungen und Risikominderungsmaßnahmen (RMM) für antikoagulante Rodentizide EU-weit harmonisiert. EU Recht steht hier generell über nationalem Recht.

Jeder Kontakt der Giftköder mit Wasser ist gesetzlich verboten

Für die Anwendung von Ködern mit Antikoagulanzien im Außenbereich wie etwa im Umfeld von Gebäude, im offenen Gelände oder auch auf Mülldeponien gelten somit besondere Regelungen. Werden Köder in der Nähe von Gewässern wie Flüssen, Kanälen, Teichen oder in Wasserableitungssystemen platziert, muss sichergestellt sein, dass kein Kontakt zwischen Köder und Wasser erfolgt – selbst bei hohen Pegelständen. Doch genau in diesen Gegenden halten sich Ratten besonders gerne auf. Folglich ist es unumgänglich, hier entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Da Fraßköder, die zum sofortigen Tod der Ratte führen, von den Schadnagern schnell gemieden werden, enthalten Giftköder (Rodentizide) heutzutage zumeist blutgerinnende Mittel. So können andere Ratten keinen Bezug zum Köder herstellen – ansonsten würden sie schnell eine Köderscheu entwickeln. Das Problem ist jedoch, dass die Giftstoffe selbst in Klärwerken nicht gefiltert oder neutralisiert werden können. Somit stellen sie eine dauerhafte Gefahr für Mensch und Umwelt dar.

Das bislang einzige Produkt, das die neuen gesetzlichen Vorgaben für die Verwendung von Giftstoffködern erfüllt, ist die Köderschutzbox ToxProtect des Nürnberger Unternehmens ball-b. Das patentierte System sorgt dafür, dass selbst bei Hochwasser kein Kontakt des Köders mit Wasser möglich ist, sodass die Boxen gemäß der EU-Biozidverordnung 528/2012 und dem Wasserhaushaltsgesetz die Anforderungen als Risikominderungsmaßnahme (RMM) erfüllen. Unter anderem in Dortmund, Düsseldorf, Fulda, Dresden, Görlitz und Wertheim wird die Lösung bereits erfolgreich eingesetzt.

Lösung sorgt auch für höheren Arbeitsschutz und niedrigere Kosten

Die Kontrolle der einzelnen Boxen erfolgt per Funk. So werden u.a. unnötige Schachtöffnungen und -besteigungen vermieden, was den Arbeitsschutz erhöht und zugleich Zeit und Geld spart. Muss neues Ködergut in der Box angebracht werden, ist dies von oben mit einer Teleskopstange möglich. Zur Gesamtlösung gehören neben einer speziellen Sensortechnik auch ein Monitoring-System und eine Cloud-Lösung. Für Städte und Gemeinden bedeutet das, dass sie die gefährlichen Giftstoffe sicherer und effizienter einsetzen und gleichzeitig die quantitative Ratten- und Mäusepopulation im Kanal erfassen können, ohne die Kanäle öffnen zu müssen. Sämtliche Daten lassen sich zentral erfassen, dokumentieren und auswerten.

Laut Hersteller sorgt die Lösung zu einer Reduzierung des eingesetzten Gifts von bis zu 70 Prozent im Vergleich zur herkömmlichen Methode, bei der die Köder im Schacht offen eingehängt werden. Betreiber agieren somit nicht nur konform nach den neusten Gesetzen, sondern können auch die Kosten für die eingesetzten Giftköder senken.

Weitere Informationen unter:
www.ball-b.de
KD1802023