Sauber können, wenn man muss

Wissenschaftler der Universität von Colorado in den USA, die in öffentlichen WCs insgesamt 120 Oberflächenproben untersuchten, entdeckten 19 verschiedene Bakterienstämme – dabei fanden sich die meisten auf dem Fußboden. Auf den Toilettenbrillen wiesen die Forscher vor allem Darmbakterien nach, an den anderen Oberflächen überwiegend Hautkeime. Die meisten der entdeckten Bakterien waren zwar harmlos, aber man kann auch Pech haben. Die größte potenzielle Gefahr auf öffentlichen Toiletten geht von Bakterien und Viren aus, die Magen- Darm-Infekte auslösen können. Dazu gehören insbesondere Rota- und Noro-Viren. Um die Infektionsgefahren drastisch zu minimieren setzt Hering Sanikonzept, ein auf die Errichtung und den Betrieb von öffentlichen Toilettenanlagen spezialisiertes Unternehmen, auf hochmoderne Reinigungssysteme.

Ob man sich auf einer öffentlichen Toilette etwas holt, hängt in ganz entscheidendem Maß vom eigenen Verhalten ab. Dabei ist noch immer Schutzmaßnahme Nummer 1 nach dem Toilettengang ein gründliches Waschen der Hände mit Seife. Doch um auch noch das letzte Risiko auszuschließen, sich mit Keimen auf der Klobrille oder über den an Bakterien hoch belasteten Böden anzustecken – und natürlich auch aus optischen Gründen –, hat das im südwestfälischen Burbach angesiedelte Unternehmen Hering Sanikonzept eine Reihe von Reinigungssystemen entwickelt. Georg Huckestein, der Geschäftsführer, weiß aus langjähriger Erfahrung: „Alle Systeme haben sich in vielen Jahren auf dem Markt bewährt und laufen auch unter extrem hohen Belastungen äußerst störungsarm.“

Eine Reinigung der Toilette fängt nach deren Benutzung bei der Sitzbrille an. Das patentierte Verfahren stellt eine vollflächige Reinigung und Desinfektion der Sitzbrille nach jedem Nutzer sicher. Der Clou dabei: Nach der Benutzung fährt die Brille automatisch nach hinten in den zur Toilettenanlage gehörenden Technikraum und wird dort in einem geschlossenen Gehäuse komplett und rundum gereinigt und desinfiziert. Dies verhindert, dass Schmutzpartikel im Benutzerraum bleiben. Die Sitzbrille selbst besteht aus einem haptisch angenehmen Material, die Oberfläche ist antibakteriell und die ausgereifte Technik verursacht nur geringe Betriebskosten. „Und falls es doch einmal eine Störung geben sollte, sorgen unsere Servicespezialisten schnell wieder für Funktion und Betriebsbereitschaft.“, weiß Dirk Kampa, Vertriebsmitarbeiter bei Hering Sanikonzept.

Das Pendant zur Toilettenschüssel ist das Urinal – und auch hier hat sich das Burbacher Unternehmen eine ganz besonders pfiffige Lösung einfallen lassen, nämlich die Urifloor genannte partielle Fußbodenreinigung. Während die Urinale nach der Benutzung automatisch gespült werden, sorgt Urifloor unter dem Urinal dafür, dass hier keine hässlichen Pfützen entstehen. Die Unterflur-Bodenwanne ist aus Edelstahl und wird mit seitlich angeordneten Reinigungsdüsen in einem regelmäßigen Rhythmus gespült. Das sorgt für eine dauerhafte Sauberkeit unter den Urinalen, unangenehme Gerüche werden verhindert, die Bildung von Bakterienkulturen vermindert. Zwar geht von Urinalen keine sehr große Gefahr aus, sich zu infizieren, doch in diesem Falle ist es eine Frage der Optik.

Wie erwähnt, ist der Fußboden von Toilettenanlagen mit einem bunten Mix von Bakterienstämmen belastet. Zwar wird kein vernünftiger Toilettenbesucher mit den Händen auf den Boden greifen, aber was ist, wenn einmal etwas herunterfällt? „Natürlich müssen auch die Toilettenböden, die wir bei unseren Toilettenanlagen zumeist mit Kunstharz gestalten, immer in einem hygienisch einwandfreien Zustand sein“, sagt Georg Huckestein. Und Hering wäre nicht Hering, wenn sich die Ingenieure nicht auch zu diesem Thema Gedanken gemacht hätten. Im Angebot sind dabei gleich zwei Reinigungsarten, die Standard-Fußbodenreinigung und die High-Pressure-Fuß­bodenreinigung in Verbindung mit einem Dränageboden.

Bei der Standardreinigung spritzen im Boden eingelassene Edelstahlreinigungsdüsen im flachen Winkel Wasser über den Fußboden. Das Wasser wird über eine mittig im Benutzerraum angeordnete Edelstahlrinne aufgenommen und fließt in den Technikraum ab. Das Verfahren beseitigt zuverlässig Verschmutzungen, auch kleine Gegenstände werden weggeschwemmt. Das macht es für das Reinigungspersonal deutlich leichter, die Anlage in Schuss zu halten.

Weitere Informationen unter:
www.heringinternational.com
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