Seit 1. Juli 2026 gelten für das kommunale Rattenmanagement strengere Vorgaben. Umweltbundesamt und BAuA haben den Einsatz von Antikoagulanzien deutlich verschärft: Die dauerhafte, befallsunabhängige Beköderung ist verboten, ein risikobasiertes Monitoring ist nun Pflicht. Was nach Mehraufwand klingt, erweist sich in der Praxis als Chance für effizientes, sicheres und ökologisches Rattenmanagement.

Risikobasiert statt flächendeckend

    Statt des alten Gießkannenprinzips setzt „Rattenbekämpfung 2.0“ auf ein dynamisches Netz mit fünf Schritten:
  1. Risikobereiche mit erhöhtem Rattenaufkommen wie Gastronomie, Parks, Müllplätze und Kanalisation werden gezielt identifiziert.
  2. Um diese neuralgischen Punkte entsteht ein dauerhaftes Grundnetz an Köderschutzboxen zur Früherkennung, welches eine lückenlose Überwachung ermöglicht.
  3. Zeigt das Monitoring erhöhte Aktivität, wird das Netz im Radius von 30–100 Metern gezielt durch Zusatzboxen erweitert.
  4. Das wandernde Bekämpfungsnetz: Eine Aufteilung in rund 70 % feste und 30 % mobile Boxen ermöglicht flexible Kontrolle im gesamten Stadtgebiet ohne flächendeckenden Wirkstoffeinsatz.
  5. Nutzung intelligenter Daten: Digitale Systeme wie die App CAPTIS von Rockstroh werten Parameter wie Köderverbrauch, Bürgerhinweise und Wetterdaten aus und erstellen laufend optimierte Risikokarten.

Pulsbeköderung: 95 % weniger Gift

Kern der Strategie ist das Non-Tox-Monitoring: Giftfreie Köder dienen der Befallsermittlung und bauen die Neophobie (Scheu vor Neuem) der Ratten ab, sodass sie die Stationen als sichere Futterquelle annehmen, was den späteren Bekämpfungserfolg massiv erhöht.

Bei nachgewiesenem Befall erfolgt die Pulsbeköderung mit geringen Mengen hochwirksamer Rodentizide der 2. Generation – nachgelegt wird erst, wenn ein „Puls“ vollständig aufgenommen wurde. So nehmen Zieltiere keine Giftmengen weit über der letalen Dosis auf, und das Risiko für Nicht-Zieltiere sinkt massiv. Ergebnis: bis zu 95 % weniger Gifteinsatz.

Hardware und Digitalisierung

Seit 1. Juli 2026 sind nur noch zertifizierte Köderschutzboxen zulässig, die Kontakt zwischen Gift und Wasser sicher verhindern. Das Komplettsystem Ecosmart FZV30 PRO von Rockstroh Ecosmart setzt auf mechanische Robustheit statt störanfälliger Elektronik im Schacht. Die Station arbeitet nach dem physikalischen Tauchglockenprinzip, wodurch die Köder selbst bei Überflutung im Schacht absolut trocken bleiben.

Die gesetzlich geforderte Dokumentation übernimmt die App CAPTIS von Rockstroh – jede Kontrolle wird per QR-Code, GPS-Standort und Beweisfoto revisionssicher erfasst. Ein zentrales Dashboard zeigt Rattenhotspots in Echtzeit, sodass Kommunen ihre Einsätze datenbasiert planen und Bekämpfungsmaßnahmen gezielt dort intensivieren können, wo das Monitoring tatsächliche Aktivität aufzeigt.

„Rattenbekämpfung 2.0“ beendet das Gießkannenprinzip im Kanal. Durch Non-Tox-Monitoring und Pulsbeköderung sinkt der Gifteinsatz um bis zu 95 % – bei geringeren Kosten, maximalem Bekämpfungserfolg und gleichzeitig dem Schutz des Wasserkreislaufs.

Weitere Informationen unter:
www.eco-smart.gmbh
KD2604050
Vorheriger ArtikelKlimawandel führt zu Rattenproblem
Nächster ArtikelLogistikimmobilien als Baustein regionaler Entwicklung und Energieversorgung