Mit einem Netzwerk und Materialien unterstützt PEFC bei der nachhaltigen Beschaffung von Holz- und Papierprodukten
Etwa 3.500 Städte und Gemeinden nehmen bereits an der PEFC-Waldzertifizierung teil. Das sind gut ein Drittel aller Kommunen in Deutschland. Oft ist Entscheidungsträgern der Kommunen jedoch nicht bewusst, dass ihr eigener Wald PEFC-zertifiziert ist. Dabei lässt sich bei der Beschaffung durch die Berücksichtigung PEFC-zertifizierter Materialien auf die Zertifizierung des Waldes hinweisen und so die Reputation des Kommunalwaldes stärken.
Gemeinden und Kreise stellen die wichtigsten Holzverwender im öffentlichen Raum dar. Durch eine bewusste Entscheidung zugunsten einer stärkeren und intelligenten Verwendung von Holz aus zertifizierten Wäldern können sie die ambitionierten Klimaziele von Politik und Zivilgesellschaft aktiv vorantreiben. Eine auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit beruhende Holznutzung stärkt zudem die heimische Wirtschaft, fördert die regionale Wertschöpfung und sichert damit Arbeitsplätze im ländlichen Raum.

Klare Vorteile bei der Beschaffung
Durch den Einkauf von Holz- und Papierprodukten mit Nachhaltigkeitssiegel, wie dem PEFC-Siegel, können kommunale Beschaffungsstellen Rohstoffe, Vorprodukte oder Endprodukte aus Raubbau oder illegalem Holzeinschlag bei öffentlichen Vergabeprojekten ausschließen. Unterstützung erhalten Beschaffungsstellen von PEFC Deutschland in Form von Downloads, Links oder Listen mit den Beschaffungsrichtlinien der Bundesländer. Zusätzlich werden Best-Practice-Beispiele anderer Kommunen, öffentlicher Einrichtungen und gesellschaftspolitischen Initiativen gezeigt: www.pefc.de/beschaffung und www.pefc.de/anerkannt.

PEFC-Netzwerk „Nachhaltige Beschaffung“
Eine weitere Informationsquelle bietet das PEFC-Netzwerk „Nachhaltige Beschaffung“, das PEFC im Herbst 2025 ins Leben gerufen hat. Das Netzwerk steht allen Interessierten offen und bietet:
- Austausch mit PEFC Deutschland zum Thema „Nachhaltige Beschaffung“
- Networking mit anderen Kommunen
- Netzwerktreffen
- Informationsbereitstellung zu nachhaltiger Beschaffung
- Fortbildungsmöglichkeiten
- Anlaufstelle bei offenen Fragen
Eine Anmeldung zum Netzwerk ist über diesen Link möglich:
PEFC-Ansprechpartnerin des Netzwerks wie zur öffentlichen Beschaffung allgemein ist Jessica Waschkowski (; mobil 0151 640 267 05).
Holzbauten im öffentlichen Raum
Vorbildliches kommunales Engagement durch einen verantwortungsvollen und effizienten Umgang mit dem Wald und dem wertvollen Roh-, Werk- und Baustoff Holz – idealerweise aus dem eigenen PEFC-zertifizierten Wald – wirkt sich insgesamt positiv auf das Image aus. Bauprojekte aus Holz erregen mitunter über die Kommune hinaus Aufmerksamkeit, wie beispielsweise Fahrradparkhäuser aus Holz an Bahnhöfen. Die Einsatzmöglichkeiten von Holz im öffentlichen Raum sind vielseitig. Sie reichen von kleinen Objekten bis hin zu größeren Gebäuden. Ein paar Beispiele:
- Stadtmöblierung
- Haltestellenhäuschen im ÖPNV
- Gebäude für die örtliche Touristeninformation, Rathaus
- Schulgebäude, Erweiterungsbauten
- Fahrradparkhaus an Verkehrsknotenpunkten (z.B. Bahnhof)
- Brücken
- Nachverdichtung bestehender Gebäude (Aufstockungen, Anbauten)
Neben der nachhaltigen Nutzung nachwachsender Rohstoffe spricht ein weiterer Faktor für den Einsatz von Holz als Werkstoff: Bauprojekte, die mit Holz realisiert werden, sind in aller Regel deutlich schneller fertiggestellt als andere Bauten. Dies hat unter anderem mit der Modulbauweise zu tun, die mit Holz möglich ist. Neben der kürzeren Bauzeit liegt ein weiterer Vorteil für Kommunen in den Baukosten, die tendenziell günstiger ausfallen.




