Öffentliche Spielplätze mit Spielsandbereichen sind bei Kindern und Eltern gleichermaßen beliebt. Den Kommunen fällt die Aufgabe zu, „ihre“ Sandflächen zu pflegen und vor allem sauber zu halten. Ein neues Verfahren verspricht nicht nur Schmutz und Unrat gründlich zu beseitigen, sondern auch Keime abzutöten.

„Bereits nach einer Sommersaison treten viele Verunreinigungen auf. Verrottetes Laub, tote Insekten, Kot von Katzen, Vögeln und anderen Tieren, Moose, Insektenlarven und je nach Standort auch Essensreste, Glasscherben, Blechdosen, Zigarettenkippen und weiterer Unrat sind dann in den Sandflächen zu finden“, hat Dipl. Ing. Axel Ebbecke beobachtet. Der Bruchköbeler Unternehmer ist Experte in der Schüttgutverarbeitung und selbst Vater von zwei Kindern im Sandkastenalter.

Jetzt hat er ein neues Verfahren entwickelt, das er unter dem Namen „Sandfuchs“ mit seiner Firma „Ebbecke Facility Services“ seit kurzem für Kommunen, Schulen, Kindergärten und Sportvereine anbietet. Ebbeckes Reinigungsverfahren basiert zunächst auf der mechanischen Reinigung durch Sieben der Sande. Ein Schaufelrad lockert den Sand, wirft ihn auf und führt ihn einer Vibrationsrinne mit nachgeschalteter Siebung zu. Je nach Beschaffenheit des Sandes kommen unterschiedliche Siebe zum Einsatz, so auch besonders feine von 4 mm Maschenweite, in denen selbst kleine Verunreinigungen hängen bleiben.

„Selbst bei feuchtem Sand gehen rund 95 Prozent der Verunreinigungen ins Netz der Siebe. Mit unserer Methode erfassen wir auch Dinge, die weiter unterhalb der Oberfläche liegen und aufgrund der hohen Schüttungsstärke von Spielsandbereichen beim einfachen Durchrechen unten liegen bleiben“, erläutert Ebbecke die Vorteile. Über das Sieben hinaus rücken die „Sandfüchse“ gesund­heitsschädlichen Keimen zu Leibe. Mittels UVC-Strahlern werden die Sande keimreduziert und wieder in den Sandkasten zurückgeführt.

Das deutschlandweit einmalige Verfahren hat Ebbecke aus der Verarbeitung von Lebensmitteln in seiner Schüttgutverarbeitung adaptiert. Sein Reinigungsverfahren hält Ebbecke für allemal kostengünstiger als den kompletten Austausch von Spielsand. „Beim Austausch fallen zusätzlich zu den Rohstoffkosten Personal-, Maschinen- und Entsorgungskosten an“, gibt er zu bedenken. Auch sei die Sandreinigung aus ökologischer Sicht sinnvoller: Aufgrund der starken Baukonjunktur wird Sand als Ressource immer knapper.

Weitere Informationen unter:
www.sandfuchs-sandreinigung.de
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