Mobil zu Fuß und gut beleuchtet – Pontevedra zeigt wie´s geht

Die nordspanische Stadt Pontevedra ist als erste Stadt Europas für ihr integriertes Mobilitäts- und Nachhaltigkeitskonzept ausgezeichnet worden. Ausschlaggebend war ein motivierendes Fußwege-Netz und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf qualitativ hochwertige LED.

Im Mittelpunkt des Nachhaltigkeitskonzepts von Pontevedra steht ein Fußwege-Netz, das analog zu einem Metroplan angelegt ist. Entwickelt wurden 29 Routenvorschläge, mit denen 65 Prozent aller innerstädtischen Strecken am schnellsten zu Fuß zurückgelegt werden können. Das Auto häufiger stehen zu lassen ist umweltfreundlich, billiger und besser für die Gesundheit („is green, cheaper and better for one´s health“), wie die Initiatoren betonen. Entscheidend zur Preisverleihung beigetragen hat, dass die Stadt gleichzeitig die Straßenbeleuchtung vieler Routen auf die derzeit effizientesten LED umstellt und damit ein vorbildliches Nachhaltigkeitskonzept verwirklicht.

Europaweit erstmals 12-Jahres-Garantie

Die internationale Ausschreibung im Rahmen des städtischen Energieeffizienz-Plans gab unter anderem vor, dass mit dem Austausch von 10.750 Straßenlampen eine Stromkostenersparnis von etwa 80 Prozent, ein geringer Wartungsaufwand und eine lange Lebensdauer zu gewährleisten seien. Der spanische Spezialanbieter SETGA konnte die anspruchsvolle Ausschreibung für sich entscheiden, unter anderem, weil er erstmals im europäischen Lichtmarkt eine 12-Jahres-Garantie auf seine LED-Straßenleuchten gab. Auch in den anderen Kategorien konnte er überzeugen. So erreichen die Lampen eine Effizienz von über 110 Lumen pro Watt (lm/w), sie sind dimmbar und lassen sich bei Bedarf einzeln schalten. Um eine optimale Energieeinsparung zu erreichen, wird die Helligkeit der Lampen mit Hilfe eines intelligenten Beleuchtungsmanagements jeweils an die saisonalen Erfordernisse und den Tageslichtverlauf angepasst. Zusätzlich sind die Lampen so programmiert, dass die Helligkeit nachts, wenn das Verkehrsaufkommen gegen Null geht, kontinuierlich auf ein gewisses Level zurückgeht. Das entscheidende Element hierfür: der Hochleistungs-Chip des LED-Pioniers Seoul Semiconductor.

LED-Effizienz durch patentierte Technik

Die hohe Effizienz und die lange Lebensdauer beruhen auf zwei Komponenten. Da ist zum einen die LED selber. SETGA setzt deshalb auf die Hochleistungs-Leuchtdiode von Seoul Semiconductor, der als Technologieführer über 10.000 Patente hält. Die Z5M1 genannte LED ist äußerst kompakt (3,5 mm x 3,5 mm), hat einen geringen thermischen Widerstand (RthJS 4,5 K/W), zeichnet sich durch eine hohe Farbhomogenität über den Abstrahlwinkel aus und deckt den kompletten Farbbereich von Warm- über Neutral- bis Kaltweiß ab. Die Entscheidung für diesen Halbleiter fiel auch, weil er mit der sehr guten Leistung von über 110 lm/w sowie eine ausgezeichnete Betriebszuverlässigkeit überzeugte. In diesem Fall ging es auch darum, für die historische Altstadt eine möglichst authentische Farbwiedergabe der alten Gemäuer zu erzielen. Aufwendige Tests ergaben ein optimales Erscheinungsbild der alten Straßen und Fassaden bei etwa 2800 Kelvin. Für die Hauptzugangsstraßen und die anderen städtischen Bezirke fiel die Wahl dagegen auf eine Farbtemperatur von rund 4000 Kelvin. SETGA konnte für alle Leuchten eine nach internationalen Normen getestete Lebensdauer von 100.000 Stunden nachweisen.

Zum Vergleich: moderne Hochdruck-Natriumdampfleuchten

erreichen lediglich eine Lebensdauer von 30.000 Stunden bei mehr als doppelt so hohem Stromverbrauch. Ihr eher gelbliches Licht hat zudem unter Sicherheitsgesichtspunkten deutliche Nachteile gegenüber der LED. Deren hervorragende Farbwiedergabe und die subjektiv höhere Helligkeit von weißem Licht führen dazu, dass Gegenstände, Personen und Bauwerke besser erkannt werden. Untersuchungen zeigen, dass dadurch die Anzahl der Verkehrsunfälle deutlich zurück geht.

Gutes Design fördert Lebensdauer

Ob die technisch machbare Lebensdauer allerdings tatsächlich erreicht wird, hängt maßgeblich vom Lampendesign ab. Wesentlich dafür ist das Temperaturmanagement. Denn hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer jeder LED. Deshalb muss die Leuchte so konstruiert sein, dass die entstehende Wärme optimal abgeführt wird. Heiße spanische Sommer sind dafür ein echter Härtetest. Wird er bestanden, wie in diesem Fall garantiert, lässt das für den Einsatz in gemäßigteren Klimazonen Europas entsprechende Zuverlässigkeitsreserven bei der angegeben Lebensdauer erwarten. SETGA hat für seine in Pontevedra eingesetzten Straßenleuchten „Essenze“ ein bahnbrechendes natürliches Belüftungssystem entwickelt und patentieren lassen. Das „Lateral air flow system“ LAFS© genannte Konstruktionsprinzip gewährleistet eine optimale Ventilation und Wärmeabführung. Es setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Da ist zum einen der Baukörper selber.

Neu war, dass SETGA einen stranggepressten, eloxierten und aus einem Stück geformten Aluminium-Baukörper einsetzt, weil er eine hohe Temperatur-Leitfähigkeit aufweist. Angeordnet ist er als zwei parallele Ventilationskanäle mit direktem Kontakt zur LED-Leiterplatte und damit zum höchsten Temperaturpunkt. Geschützt werden die Kanäle jeweils mit Ventilationsgittern, die mit speziellen Filtern bestückt sind, ohne dass die Ventilationsfähigkeit dadurch beeinträchtigt wird. Das ergibt einen doppelten Schutz, gemäß „International Protection Code“ double IPP 66. Der Treiber und alle weiteren elektronischen Komponenten sind durch den äußeren Teil des Aluminiumkörpers potenzialgetrennt, ebenso durch dessen Innenwand. Weder Staub noch Wasser können in das Gehäuse eindringen. Außerdem verhindert die geschwungene Form des Lampenkopfes und die glatte Oberflächenstruktur eine Verschmutzung.

Weitere Informationen unter:
www.setga.es
KD1501006