Mit dem Multicar M31 C zur chemiefreien Wildkrautbekämpfung

Umweltfreundliche Unkrautbeseitigung mit aufgesattelter Reinex-Anlage

Frisches Grün, bunte Blumen – so zeigt sich der Frühling von der Sonnenseite. Auf den Wegen und Plätzen sprießt zugleich das ungeliebte Unkraut. Unkrautbeseitigung ist angesagt. In der sachsen-anhaltinischen Gemeinde Hohe Börde wird mit innovativer, aufgesattelter Spezialtechnik das Unkraut ab sofort ohne Einsatz von chemischen Mitteln bekämpft. Die Grundlage dazu legte sich der zentrale Bauhof der Gemeinde Hohe Börde bereits im vergangenen Jahr: Per Leasing hat er seine bestehende Multicarflotte mit einem neuen Multicar M31 inklusive einer Winterkomplettausrüstung auf nunmehr vierzehn Multicar-Fahrzeuge aufgestockt. So kann der Winterdienst auf den gemeindeeigenen öffentlichen Plätzen, Parkplätzen, Friedhöfen, Zuwegungen und überregionalen Straßen auf effiziente Weise erledigt werden. Zu dieser Gemeinde gehören immerhin 14 Ortsteile.

Der neue Multicar M31 C ist, wie alle Multicar-Fahrzeuge, ein multifunktionaler Geräteträger und kompakter Transporter in einem. Mit perfekt auf das Grundfahrzeug abgestimmten An- und Aufbau-Geräten wird aus einem Multicar ein äußerst flexibles Arbeitsfahrzeug, das über 100 unterschiedliche An-und Aufbauten aufnimmt und auf diese Weise alle denkbaren Reinigungs- und Pflegeaufgaben rund ums Jahr erledigen kann. Für die biologische und damit umweltfreundliche Unkrautbekämpfung bekam der Multicar M31 C der Gemeinde Hohe Börde in diesem Frühjahr ein exakt passendes Aufbaugerät zur Wildkrautbekämpfung durch Heißdampf

Wildkrautbeseitigung durch Heißdampf

Heißer Dampf hat den Vorteil, dass nicht nur oberflächliche Pflanzenteile entfernt werden. Heißer Dampf dringt in sämtliche Ritzen und bekämpft die ganze Pflanze. Er tötet alle triebfähigen Pflanzenteile, wie auch den Unkraut-Samen ab. Das Ergebnis sind vollständig wild- beziehungsweise unkrautfreie Areale, die nur noch vereinzelt, ein- bis zweimal im Jahr nachbehandelt werden müssen.

Im Vergleich zu 100°C heißem Wasser hat 100°C heißer Dampf mehr als das 5fache an Energie zur Verfügung. Zudem hat Dampf eine 1000fach geringere Dichte. Dies bedeutet, dass der Anwender bei der Heißdampf-Nutzung mit bedeutend geringerer Menge an eingesetztem Wasser ein Vielfaches mehr an Hitze zur Bekämpfung des Wildkrauts einsetzt. Das Ergebnis ist eine optimal unkrautbefreite Fläche bei verhältnismäßig geringem Energie- und Arbeitsaufwand. Heißdampf schont bei dieser Prozedur die Bodenbeläge sowie Kieselsteinwege und befreit sie tiefgründig von Moosen und Flechten. Durch die lange Wärmeeinwirkung des Dampfes löst sich auch hartnäckiger Schmutz, der sich nach der Behandlung einfach beseitigen lässt.

Die Firma Reinex bietet sowohl für Multicar- als auch für Citymaster-1600-Fahrzeuge exakt zugeschnittene Niederdruck-Heißdampferzeuger an. Sie sind problemlos zu bedienen. – Das zeigte und erklärte Reinex-Mitarbeiter Jörg Pfretzschner (Bild 2) bei der Übergabe der auf den Multicar M31 C aufgesattelten Niederdruck-Heißdampfanlage an die Gemeinde Hohe Börde. Vermittelt durch Günter März (Bild 2), Inhaber der Auto-März GmbH und Hako-Vertragshändler, wurde der Reinex- Niederdruck-Heißdampferzeuger geleast. Der Aufbau der Anlage ermöglicht es, sie auf unterschiedliche Multicar-Fahrzeuge der Gemeinde Hohe Börde aufzusatteln. Dazu lieferte Reinex passende Abstellstützen mit. Sie dienen der zwischenzeitlichen Ablage beim Fahrzeugwechsel.

Einsatzmöglichkeiten des Reinex-Niederdruck-Heißdampferzeugers

Der Reinex- Niederdruck-Heißdampferzeuger (Bild 3) besteht aus einem 1000 Liter fassenden Wasserbehälter sowie einem Heizölbrenner, der zweimal 80 kW leistet. Zwei Behälter nehmen je 50 Liter Diesel- oder Heizöl auf, die im Normalbetrieb für eine Schicht ausreichen.

In zwei Kreisläufen stellt die Anlage Heißdampf von 135°C im Druckbereich von maximal 5 bar und Heißwasser zur Verfügung. Die Heißwassertemperatur lässt sich bis zu einer Temperatur von maximal 100°C und einem Druck von maximal 200 bar regeln.

Um beispielsweise Wildkraut an Bordsteinkanten effektiv zu bekämpfen, lässt sich das Vorbaugerät nach links und rechts ausfahren (Bild 4). Selbst abseits von Gehwegen oder anderen zu pflegenden Flächen kann man Wildkrautwuchs vernichten. Dazu gibt es Heißdampf-Handgeräte. Reinex liefert sie in den Breiten 100; 300; 600; 800 und 1000 mm. Die Gemeinde Hohe Börde hat ein 600 mm breites Heißdampf-Handgerät bestellt (Bild 5). Für Reinigungszwecke mit Heißwasser bietet die aufgesattelte Anlage einen Schlauch mit passender Düse (Bild 6). Im Dampfbetrieb mit Vorbaugerät beträgt der Wasserverbrauch etwa 7 l/min. Bei der Heißwasser-Hochdruckreinigung sind es maximal 20 l/min. Je nach Einsatzbedingungen und Parametrierung der Anlage sind Flächenleistungen im Bereich von 650 bis 3200 m2/h möglich.

Hako GmbH
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Text und Bilder: Peter Springfeld, Freier Fachjournalist