Wenn die Patienten nicht ins Impfzentrum kommen können, müssen Impfstoff und Arzt eben zu den Patienten – beispielsweise in Altenheime oder den ländlichen Raum. Denn die flächendeckende Impfung zählt laut Experten zu den wirksamsten Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Corona- Virus SARS CoV-2. Daher hat MAN Truck & Bus nach dem Corona-Testmobil jetzt in Zusammenarbeit mit anerkannten Experten aus dem Gesundheitsbereich auch ein innovatives Impfmobil entwickelt.

Mit dem Impfmobil will MAN einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie leisten, denn das Fahrzeug auf Basis des vollelektrischen MAN eTGE ermöglicht den Transport von Impfstoff ebenso wie von medizinischem Personal direkt zu den Menschen. Gerade Angehörige der Hauptrisikogruppe der Über-80-Jährigen sind häufig in ihrer Mobilität eingeschränkt und tun sich daher schwer damit, zu einem Impfzentrum zu kommen, erst recht wenn sich dieses nicht in ihrem Wohnort befindet.

Hier setzt MAN mit seinem innovativen Fahrzeugkonzept an: Als Unterstützung der dezentralen nationalen Impfstrategie ist das eTGE-Impfmobil gezielt konzipiert für dezentrale Impfeinsätze mit Kühlboxen, Notfallausrüstung und Platz für bis zu sechs Personen, beispielsweise medizinisches Personal, das die Impfungen vor Ort vornehmen kann.

So wird es in einem ersten Schritt im Raum Fürstenfeldbruck und Dachau zum Einsatz kommen. Medizinisches Personal von MAN Truck & Bus des Standortes München begleitet und unterstützt darüber hinaus bei Bedarf die Impfteams der beiden Versorgungsärzte der Landkreise.

„Mit unseren Fahrzeugen leisten wir seit jeher einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft – sie sorgen dafür, dass die Supermarktregale voll sind, Menschen mit dem ÖPNV in die Arbeit kommen und Rettungskräfte und Feuerwehren ihrer wichtigen Aufgabe nachkommen können“, hebt Andreas Tostmann, Vorsitzender des Vorstands von MAN Truck & Bus SE hervor. „Daher ist es für uns selbstverständlich, auch die nationale Impfstrategie mit einem innovativen Fahrzeugkonzept zu unterstützen.“ Als mögliche Ziele für den dezentralen Impfeinsatz sieht Tostmann unter anderem Altenheime, Pflegedienste, Flüchtlingsunterkünfte und auch abgeschiedene Gegenden mit einer großen Entfernung zum nächsten Impfzentrum.

„Impfen ist der Schlüssel zu mehr Normalität. Daher unterstütze ich persönlich das Ansinnen der Bundesregierung, so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu immunisieren“, hebt Tostmann hervor. „Auch MAN als Unternehmen ist sich seiner Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung bewusst. Unsere Mitarbeiter in den Servicebetrieben und Werken leisten von Anfang der Pandemie an unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen ihren Beitrag, damit die Regale voll und die Menschen mobil bleiben.“

Weiter führt Tostmann aus: „Wir sind davon überzeugt, dass wir durch unsere Hygienekonzepte bei MAN unseren Mitarbeitern einen sehr hohen Schutz bieten. Die Aufrechterhaltung der Produktion ist extrem wichtig, denn es erlaubt innovative Ideen – wie dieses Impfmobil – und eine laufende Wirtschaft schafft die Wertschöpfung, die eine Gesellschaft zur Finanzierung der Pandemiebekämpfung benötig.“

Für die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen tut das Unternehmen daher eine Menge: „Wir sind und waren mit unseren Maßnahmen seit Beginn der Pandemie schon immer strenger innerhalb als außerhalb der MAN“, führt Dr. Oliver Breitkopf, leitender Werksarzt am Standort München von MAN Truck & Bus, aus. „Der Gesundheitsdienst verfolgt wissenschaftliche Entwicklungen sehr genau, um hier schnell auf Neuerungen reagieren zu können und somit sinnvolle Maßnahmen ableiten zu können.

Hierzu gehört unter anderem ein Testkonzept im Fall von Corona-Infektionen unter Mitarbeitern, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.“ Zudem arbeiten so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie möglich im Home Office und es gibt ein Schutzstufen- und Sicherheitskonzept, nach dem jeder Arbeitsplatz bewertet ist. Je nach Situation gibt es dann persönliche Schutzausrüstung oder auch eine Änderung des Arbeitsablaufs, um zum Beispiel größere Abstände zu schaffen.

Als batterieelektrisches Fahrzeug fährt der eTGE lokal komplett emissionsfrei. Die Reichweite einer Batterieladung beträgt dabei etwa 120 bis 140 km in der Praxis (115 km nach WLTP). Vollständig wieder aufgeladen wird der eTGE in gut fünf Stunden an einer Wechselstrom- Wallbox mit 7,2 kW. Alternativ ermöglicht der Einsatz von Wechselstrom (40 kW) und CCS-Stecker das Schnellaufladen auf 80% Ladezustand in nur 45 Minuten. Zur Fahrzeugausstattung gehören neben den sechs Sitzplätzen für das medizinische Begleitpersonal unter anderem Kühlboxen, ein Notfall-Set, automatische Schiebetüren, Klimaanlage sowie Standklimaanlage und eine automatische Trittstufe.

Weitere Informationen unter:
http://www.mantruckandbus.com
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