Logistikimmobilien sind als die Dreh- und Angelpunkte von Lieferketten Teil der systemrelevanten Infrastruktur unserer Volkswirtschaft. Doch für Kommunen bieten sie noch mehr. Durch ihre vielschichtigen Ansiedlungseffekte stärken sie den Wirtschaftsstandort und sorgen für neue Beschäftigungsverhältnisse sowie Gewerbesteuereinnahmen. Darüber hinaus können sie einen signifikanten Beitrag zur Unterstützung der Städte und Gemeinden bei der Kommunalen Wärmeplanung leisten. Eine nähere und differenzierte Auseinandersetzung mit der Assetklasse lohnt sich also.
Mit einem Marktvolumen von 327 Milliarden Euro trägt der Wirtschaftsbereich Logistik etwa 7,9 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt Deutschlands bei. Innerhalb der Logistik nehmen Logistikimmobilien einen besonderen Stellenwert ein: Sie sind die Dreh- und Angelpunkte der Supply Chains, in denen Waren gelagert, umgeschlagen und verteilt werden.
Neben ihrer volkswirtschaftlichen Rolle spielen Logistikimmobilien darüber hinaus für die Kommunen und Bürger durch ihre Ansiedlungseffekte eine wichtige Rolle. Denn die Ansiedlung von Logistikzentren bringt eine ganze Reihe von Auswirkungen für den regionalen Standort, den Arbeitsmarkt sowie die Menschen vor Ort mit sich, die das gesamte Wirtschaftsgefüge einer Region positiv beeinflussen können. Hierzu zählen Gewerbesteuereinnahmen, die Schaffung neuer Arbeitsplätze, aber auch städtebauliche Aspekte wie etwa die Aufwertung des Ortsbilds durch die Revitalisierungen von Brachflächen inklusive der Entsorgung potenzieller Altlasten.
Gleichzeitig zeigt sich bei genauerem Hinsehen, dass Logistikgebäude noch viel mehr können. Unter anderem sind sie in der Lage, Städte und Gemeinden signifikant beim Erreichen ihrer Ziele bei der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) zu unterstützen. So sind Kommunen mit dem Wärmeplanungsgesetz („Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze“) seit 2024 dazu verpflichtet, die Weichen für eine klimaneutrale Wärme- versorgung bis 2045 zu stellen.
Eine enorme Herausforderung, da rund ein Fünftel aller landesweit ausgestoßenen CO2-Emissionen auf das Beheizen und Kühlen von Gebäuden sowie auf die Warmwasserbereitstellung zurückgehen. Die von der Initiative Logistikimmobilien (Logix) beauftragte Studie „Logistikimmobilien als Pfeiler der Kommunalen Wärmeplanung“ weist nach, wie Logistikimmobilien sowohl als Wärme- und Energiequelle aber auch als Energienutzer die Energiewende vorantreiben können.
Für kommunale Entscheidungsträger bedeuten die Ergebnisse der Studie, dass sich eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Assetklasse Logistikimmobilie lohnt. Einen Überblick über die wichtigsten Ansiedlungseffekte bietet übrigens die Logix Publikation „Logistikimmobilien – Dreh- und Angelpunkte der Supply Chain“, die 2024 in der Neuauflage erschienen ist. Alle Veröffentlichungen der Initiative stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung.
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