LED-Arbeitsscheinwerfer und 360°-Kamerasystem für Einsatzfahrzeuge

Bisher verwendete die Freiwillige Feuerwehr Langen Halogen-Schweinwerfer auf ihren Lichtmasten, war aber mit der Lichtausbeute und dem Stromverbrauch nicht zufrieden. Auch mussten die Einsatzwagenfahrer bei Rettungsmaßnahmen in engen Straßen die Fahrzeuge mithilfe von herkömmlichen Rückfahrkameras umständlich rangieren, um die optimale Position am Einsatzort zu erreichen. Aber jede Sekunde zählt, wenn Gebäude brennen und Menschenleben auf dem Spiel stehen. Daher hat die Freiwillige Feuerwehr Langen einen Großteil ihrer Fahrzeugflotte mit Nordic Lights und Backeye 360-Kamerasystemen der Brigade Elektronik GmbH ausgestattet. Die LED-Arbeitsscheinwerfer sind über den Lichtmast der Fahrzeuge rasch aufgebaut und führen innerhalb kürzester Zeit zu einem taghellen Lichtkegel mit einer Farbtemperatur von 5500-6000 K und einer Lebensdauer von bis zu 50.000 Arbeitsstunden. Bei den Einsatzfahrzeugen wird dank des komfortablen 360°-Kamerasystems die Übersicht in schwierigen Verkehrssituationen verbessert. Die Rundumsicht ermöglicht auch in schmalen Gassen und unter Zeitdruck eine schnelle Platzierung von Stützen und Drehleitern.

„Die Feuerwehrfahrzeuge unseres Löschzugs waren über zwölf Jahre alt und somit nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik“, berichtet Frank Stöcker, Stadtbrandinspektor bei der Freiwilligen Feuerwehr Langen. „Daher haben wir uns für eine Modernisierung der Einsatzwagen mit den Sicherheitssystemen von Brigade entschieden.“ Mittlerweile wurden bereits bei einem Großteil der Einsatzfahrzeuge in Langen die bisherigen Scheinwerfer durch Nordic Lights und bei den Hubrettungsfahrzeugen die Rückfahrkameras durch ein
Backeye 360-Kamerasystem ausgetauscht. Auf diese Weise garantiert die Freiwillige Feuerwehr einen schnellen und sicheren Rettungseinsatz selbst bei widrigen Sicht- und Straßenverhältnissen.

Tagheller Lichtkegel dank effizienter und stromsparender LEDs

Im Feuerwehralltag müssen die Einsatzorte vollständig ausgeleuchtet werden, um Risiken zu reduzieren und Rettungsmaßnahmen auch in der Nacht durchführen zu können. Daher nutzt die Freiwillige Feuerwehr Langen jetzt die LED-Technologie von Nordic Lights auf fünf Lichtmasten mit jeweils vier Scheinwerfern der Ausführung N4402. Außerdem wurden sieben weitere Fahrzeuge mit den Modellen von Nordic Lights ausgestattet. Somit sind das Kleinalarmfahrzeug, der Gerätewagen-Gefahrgut, der Gerätewagen-Logistik Technische Hilfeleistung sowie alle großen Löschfahrzeuge wieder auf dem aktuellen Stand der Technik. „Die Nordic Lights zeichnen sich durch ein gezieltes taghelles Lichtbild aus“, berichtet H.-Martin Lagrange, Leiter Marketing & Vertrieb bei der Brigade Elektronik GmbH. „Sie nutzen eine LED-Technologie, die dank interner elektronischer Temperaturregelung mit effizientem Kühlaufbau eine Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden besitzt und innerhalb von Nanosekunden ihre volle Leuchtkraft entfaltet.“ Dadurch eignen sich die Nordic Lights besonders für Bergungs- und Rettungsmaßnahmen: Dank der verbesserten Ausleuchtung des Einsatzortes ermöglichen sie die gezielte Brandbekämpfung und den effizienten Einsatz von Löschmitteln.

Zudem verbrauchen die Nordic Lights 85 Prozent weniger Strom als Halogenscheinwerfer, wodurch zusätzliche Stromgeneratoren überflüssig sind. „Bis vor kurzem benötigten wir 13 kVa-Generatoren, die zu hohen Abgaswerten führten und zudem überaus laut waren“, erläutert Stöcker. „Die Nordic Lights können wir aber bereits bei Standgas über die Fahrzeugspannung – also 24 V – mit Strom versorgen und erhalten trotzdem einen viel helleren Lichtkegel. Dies ist überaus praktisch, da die Motoren unserer Fahrzeuge im Einsatz sowieso laufen müssen, um die Pumpen zu betreiben.“ Die neuen Arbeitsscheinwerfer lassen sich auch außerhalb von Bergungs- und Rettungsmaßnahmen nutzen: Bei einem Klassikkonzert in Langen lieferten sie beispielsweise das Licht für den Parkplatz. Das Publikum blieb dabei von unnötigem Generatorlärm verschont. „Die Freiwillige Feuerwehr Langen ist somit optimal auf sämtliche Nachteinsätze vorbereitet“, so Stöcker weiter. „Ein einzelner Feuerwehrmann kann bereits in wenigen Sekunden den gesamten Einsatzort ausleuchten – sei es eine Gartenlaube, der Hubschrauberlandeplatz oder der Festival-Parkplatz.“

Backeye 360-Kameras ermöglichen Rundumblick

Früher haben enge Straßenverhältnisse den Einsatz durch häufiges Umrangieren verzögert, denn das Fahrzeug muss am Einsatzort optimal stehen, um den großen Hebelwirkungen der Drehleiter Stand zu halten. Kanaldeckel, Schächte oder Mauern verhindern oft ein problemloses Ausfahren der Sicherheitsstützen. „Bisher nutzten wir Rückfahrkameras, über die manche Hindernisse trotzdem nicht genau zu erkennen waren“, erläutert Stöcker. „Daher mussten unsere Fahrer oft aussteigen und selbst nachsehen. Seit dem Einbau der
Backeye 360-Kameras erhalten wir direkt bei der Anfahrt einen umfassenden Blick um den Einsatzwagen herum – übersichtlich auf einem Monitor in der Fahrerkabine.“ Auf diese Weise kann die Feuerwehr Langen Hindernisse auch in schmalen oder unübersichtlichen Zufahrsituationen zuverlässig erkennen. Aufwendige Rangiermanöver am Einsatzort gehören damit der Vergangenheit an.

Die Rundumsicht von 360° wird über insgesamt vier Ultraweitwinkelkameras erzeugt, die an jeder Seite des Feuerwehrwagens montiert sind. Sie besitzen einen Blickwinkel von je 187° und senden den digitalen Bild-Feed gleichzeitig an eine elektronische Steuereinheit (ECU), die durch Video-Stitching ein Echtzeitbild aus der Vogelperspektive erzeugt und dabei Verzerrungen entfernt. „Dadurch erhält der Fahrer auf dem Display in der Fahrerkabine auch einen Überblick über alle toten Winkel“, erläutert Lagrange. „Dies erleichtert das Manövrieren auch in schwierigen Situationen und unter Stress.“ Dank der Fahrzeugmarkierung auf dem programmierten Bildschirm des Kamera-Systems kann der Fahrer sofort erkennen, ob der Einsatzwagen und die Drehleiter bei unwegsamem Gelände – etwa einem Übergang zwischen Straße und Wiese – risikolos gesichert werden können. Außerdem kann das Backeye 360-Kamerasystem im innerstädtischen Verkehr als Abbiegeassistent dienen.

Kundenservice und einfache Installation

Auch ältere Einsatzfahrzeuge lassen sich mit der Sicherheitstechnik von Brigade schnell und unkompliziert nachrüsten. „Da die Freiwillige Feuerwehr Langen über eine eigene Werkstatt verfügt, wurde der dortige Kfz-Meister und -Elektriker durch unser Außenteam in den Einbau der Kameras und die Schaltung der Lichtkreise geschult“, so Lagrange. „Auf diese Weise konnte er sämtliche Sicherheitstechnik selbst anbringen, sodass wir nur noch die Kameras einmessen mussten.“ Auch in Zukunft kann die Freiwillige Feuerwehr Langen dank des eingelernten Mitarbeiters weitere Einsatzfahrzeuge selbständig mit den Kameras und Arbeitsscheinwerfern ausstatten.

Seit 2017 sind die neuen Systeme im Einsatz. Die Feuerwehrmänner und -frauen zeigten sich mit den Nordic Lights und Backeye 360-Kamerasystemen so zufrieden, dass zukünftig alle Neufahrzeuge ab Werk mit der Sicherheitstechnik von Brigade ausgestattet werden. „Meine Kollegen schätzen besonders, dass die Kameras einfach zu bedienen sind und dank der Nordic Lights der lästige Benzingestank der Zusatzgeneratoren verschwunden ist, aber gleichzeitig der Einsatzort noch besser ausgeleuchtet wird“, resümiert Stöcker. „Diese Vorteile haben sich bis in unsere Nachbarorte herumgesprochen. Mehrere befreundete Feuerwehren haben uns darum gebeten, ihnen die neue Sicherheitsausstattung von Brigade vorzuführen. Sie waren erstaunt über die hohe Lichtausbeute der Arbeitsscheinwerfer und wie übersichtlich das Backeye 360-Kamerasystem ist.“

Mehr Informationen unter: www.brigadegmbh.de und www.feuerwehr-langen.de