Ein Neubau, der zwei Gebäude von 1893 und der 1960er Jahre verbindet: Beim Erweiterungsbau des Markgraf-Georg-Friedrich- Gymnasiums in Kulmbach eröffneten sich nicht nur planerische, sondern auch ästhetische Herausforderungen – etwa die Hanglage des Komplexes. Die Lösung: Elf LAMILUX Glaselemente bündeln nun das Tageslicht in Pausenhalle, Bibliothek sowie Besprechungsräumen. Sie fungieren als Designhighlights und dienen gleichzeitig als Rauch- und Wärmeabzugselemente mit Lüftungsfunktion.

Das Parterre der neuen, langestreckten Pausenhalle öffnet sich mit einer durchgehenden Glasfront zum Schulhof hin. Darauf sitzt ein kubischer Aufbau, der an einen überdimensionierten Container erinnert und sich unmittelbar zwischen den älteren Gebäudeteilen der Schule befindet. Der Anspruch der Schulleitung für den Neubau wurde erfüllt: Helle und mit natürlichem Licht durchflutete Räume für die Unterstützung von Lernmotivation und -ergebnissen. Direktor Horst Pfadenhauer war es zudem wichtig, dass dabei der Spagat zwischen langer Tradition und moderner Architektur gelingt. Rund 700 Schülern und 50 Lehrkräften ist das Gymnasium täglich Lehr-, Lern- und Aufenthaltsort.

Glaselemente für Designkonzepte

Besonders die Bereiche für intensive Kommunikation, also Aufenthalts- und Besprechungsräume sowie der Robotik-Experimentierraum und das Filmstudio sollten im hellen Mittelpunkt der Architektur stehen. In der Pausenhalle setzte das Architekturbüro Diezinger dies mit einer Kombination aus natürlichem Tageslichteinfall und großen Glasfronten um: Eine Brücke verbindet im ersten Stock über der offenen Pausenhalle die beiden Gebäudeteile des Anbaus.

Darüber befinden sich vier abgehängte Tageslichtelemente, die ein helles, lichtdurchflutetes Gesamtensemble für den Ganztagesschulbetrieb schaffen. Architekt Andreas Weingut plante das moderne Schulgebäude mit dem 14 Meter langen Steg, der gleichermaßen als vorgeschriebener Fluchtweg fungiert, aber auch für Veranstaltungen in Szene gesetzt werden kann. Die Glaselemente waren von Anfang an fester Bestandteil der Brückenkonstruktion. „Sie spiegeln den Zuschnitt des Steges wider und ergeben durch die abgehängten Gitter einen durchgehenden, gleichmäßigen Lichtstreifen“, sagt Weingut.

Tageslicht in durchdachtem Innendesign

Bereits auf der Zweifachturnhalle der Schule überzeugen seit Jahren Lichtkuppeln von LAMILUX, sodass für die Schulleitung auch beim Neubau nur die Elemente des Tageslichtspezialisten aus Oberfranken in Frage kamen. Bauliche Herausforderungen ergaben sich vor allem durch die Nähe zur Altbausubstanz, aber auch aufgrund der Hanglage der Gebäude. Auch die von der Schulleitung geforderte Energieeffizienz stellte Anforderungen an die Glaselemente von LAMILUX. Das Gymnasium ist eine zertifizierte Umweltschule. „Deshalb spielt es für uns eine tragende Rolle, dass sich die energetischen und wärmedämmenden Werte der Dachoberlichter optimal darstellen“, sagt Direktor Pfadenhauer.

Insgesamt elf LAMILUX CI-System Glaselemente FE sind auf dem Neubaukomplex verbaut, davon zwei in starrer und neun in lüftbarer Ausführung. Im Brandfall übernehmen sie die Funktion des Rauch- und Wärmeabzugs, aber auch zur täglichen Be- und Entlüftung werden sie genutzt. Die um drei Grad geneigten Aufsatzkränze der Elemente garantieren stufenlosen Wasserablauf, verhindern unschöne Schmutzkanten und vermeiden somit aufwendige Reinigungsarbeiten.

„Vor allem auch, weil man von den umliegenden Gebäuden immer auf den Neubau schauen kann, haben wir uns anstatt für Acrylglaskuppeln für die optisch ansprechenden Glaselemente entschieden. Sie fügen sich ruhig und harmonisch in ihre Umgebung ein“, sagt Architekt Weingut. Die von innen sichtbaren Glaselemente sind mit im Aufsatzkranz versenkten Kettenschubmotoren und verdeckter Kabelführung versehen. „Damit kaschieren wir die Technik der Dachoberlichter und schaffen Eleganz im Raum.“

Weitere Informationen unter:
www.lamilux.de
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