Krankenwagen fahren sicher durch die Kurve

Das Pflaster muss viel aushalten: Die neue Liegendanfahrt am Gelsenkirchener Krankenhaus Bergmannsheil liegt in einer Kurve und ist abschüssig. Dazu bremsen die Krankenwagen regelmäßig in dieser Kurve. Die Lösung: Modula Plus, ein Betonsteinpflaster mit Bogensätzen und Einstein-Fugentechnik.

Das altehrwürdige Krankenhaus Bergmannsheil in Gelsenkirchen-Buer hat eine umfassende Modernisierung hinter sich. So wurde für 11 Millionen Euro die Notfallambulanz modernisiert, eine Weaning-Station und ein Heli Port gebaut und die Intensivstation umgebaut.

Auch die Rettungskräfte haben es jetzt einfacher. Sie können die Ambulanz mit ihren Fahrzeugen über eine Durchfahrt ansteuern. Unten in der überbauten Senke bleiben sie stehen und liefern die Patienten ein, um dann auf der anderen Seite der Senke wieder herauszufahren.

Eine der größeren Herausforderungen bei der Modernisierung der Ambulanz war der Fahrbahnbelag für die 800 Quadratmeter große, kurvige und abschüssige Durchfahrt. „Zum Teil kommen dort Krankenwagen im Minutentakt an“, beschreibt Bauleiter Reinhold Gierga vom Architekturbüro Ulrich Fittkau in Bottrop. Ein Rettungswagen wiegt immerhin 4,5 Tonnen. Aus optischen Gründen kam eine Asphaltierung nicht infrage, also entschied sich Gierga für das Pflaster Modula Plus (20 x 30 x 10 Zentimeter) von Berding Beton mit Einstein Fugentechnik. In den Kurven ließ er die dazugehörigen Bogensätze verlegen.

Kurven bauen ohne Schneiden

Dadurch war auch die Verlegung im Reihenverband kein Problem. 202 Bogensätze haben die Handwerker in Gelsenkirchen eingebaut. Ein Bogensatz besteht aus 16 Steinen, die sich gleichmäßig verjüngen. So entstehen Rechts- oder Linkskurven, ohne dass Steine geschnitten werden müssen. Die Bogensätze können bei beliebigen Fahrbahnbreiten eingesetzt werden. Jeder Stein des Bogensatzes ist, wie Modula Plus, mit der Einstein-Fugentechnik ausgestattet sowie mit Vollverbund bzw. allseitiger Verschiebesicherung.

Wichtiger noch: Die sogenannte D-Punkt- Fugensicherung des Einstein-Systems bleibt erhalten. Bekanntlich treten beim Befahren in Kurvenbereichen relativ große Scher- und Schubkräfte auf. Geschnittene, durchgehende Fugen würden den Verbund der Pflaster­steine untereinander unterbrechen. Es könnte zu Verschiebungen von Pflastersteinen und somit Zerstörung der Pflasterdecke kommen. In Gelsenkirchen hat es geklappt. Bisher gibt es keinerlei Schäden am Pflaster, bilanziert Bauleiter Gierga. „Alles sieht astrein aus.“

Weitere Informationen unter:
www.einstein-pflaster.de
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