Infolge der Corona-Krise rechnen die Kommunen deutschlandweit mit einer massiven Zunahme von Leerstand. Davon werden insbesondere Ladenlokale und die Gastronomie betroffen sein. Dies zeigt sich in einer Umfrage, die das Hanauer Unternehmen immovativ GmbH zur Einschätzung der Situation Anfang April unter Kommunalverwaltungen, Stadtmarketinggesellschaften und Wirtschaftsförderungenin Deutschland gestartet hat. Bislang wurde das Thema Leerstand in Kommunen mit einer unterschiedlichen Intensität verfolgt. Einige Kommunen haben bereits ein Leerstandskataster aufgebaut und gepflegt sowie ein aktives Leerstandsmanagement inkl. Beratungsdienstleistungen etabliert. Viele Kommunen haben Leerstand in ihrer Kommune aber bislang ausschließlich der Regelung durch den Immobilienmarkt überlassen oder waren von Leerstand kaum betroffen. So geben in der Umfrage rund 55 Prozent der teilnehmenden Verwaltungen an, dass ihre Kommune vor März 2020 keinen oder nur geringfügigen Leerstand zu verzeichnen hatte. Infolge der Corona-Krise rechnen knapp 40 Prozent der 265 an der Umfrage beteiligten Kommunen mit einer deutlichen Zunahme des Gewerbeleerstandes. Lediglich 8 Prozent der Teilnehmer sehen in diesem Feld keinen Zuwachs auf sich zukommen. Auch im Bereich der Wohnimmobilien wird bei über 60 Prozent der Kommunen mit einem Anstieg des Leerstandes gerechnet, allerdings in deutlich geringerem Maße als dies bei den Gewerbeimmobilien geschätzt wird. So ist es auch nicht überraschend, dass knapp 84 Prozent der Kommunalverwaltungen angeben, dass sie es als zukünftige Aufgabe ihrer Kommune ansehen, Eigentümer aktiv bei der Beseitigung von Leerstand zu unterstützen. Als adäquate Mittel werden hierzu eine enge Zusammenarbeit mit den Akteuren der örtlichen Immobilienwirtschaft, der Aufbau eines Leerstandskatasters, der Ausbau des Standort-und Stadtmarketingsunddie Erarbeitung von Zwischennutzungskonzeptengesehen. Auch die Umwandlung von Gewerbe-in Wohnraum könnte eine Rolle spielen. Ebenfalls als wichtig erachtet wird die Bereitstellung eines Meldetools für leerstehende oder leerfallende Objekte sowie ein kommunales Immobilienportal, auf dem Bürger und örtliche Unternehmenkostenfrei inserieren können. Insbesondere die digitalen Instrumente können die Arbeit der lokalen Akteure maßgeblich unterstützenund ihre Arbeit entlasten. Die bestmögliche Unterstützung der Kommunen beim Aufbau eines aktiven Leerstandsmanagements ist auch Ziel der immovativ GmbH. Hierzu ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums in Vorbereitung, in dem verschiedene Unternehmen und Verbände gemeinsam Hilfestellungenfür die Verwaltungen erarbeiten und der interkommunale Austausch gefördert wird. „Darüber hinaus werden wir den Kommunen mit einem Sonderangebot unserer digitalen Produkte zum Leerstandsmanagement, bestehend auseiner Verwaltungssoftware für den Aufbaueines Leerstandskatasters und einen strukturierten Eigentümerdialog, unserem Leerstandsmelder und der kommunalen Immobilienplattform (KIP) unterstützen“, so Stefan Müller-Schleipen, Geschäftsführer der immovativ GmbH.Die Ergebnisse der Umfrage hat das Hanauer Unternehmen auf seiner Homepage veröffentlicht und als Download zur Verfügung gestellt.

www.immovativ.de