Der Wasserverband Kocher-Lein arbeitet seit April 2016 mit einem Sauerburger Grip4 Hangtraktor für die Pflegearbeiten rund um die Wasserrückhaltebecken im Einzugsbereich Kocher und Lein. Dieser neue Traktor mit 113 PS (85 kW) wird ganzjährig als Allrounder für alle Arbeiten eingesetzt.

Aus Interesse besuchte Ulrich Schubert die Agritechnica 2015 in Hannover. Da der Wasserverband die Anschaffung eines neuen Hangtraktors für 2016 geplant hatte, schaute Herr Schubert sich besonders die Neuheiten in diesem Bereich an. Auf dem Stand der Firma FXS Sauerburger wurde ihm der Grip4 sehr detailliert vorgestellt und alle Fragen beantwortet.

Die Maschine unterscheidet sich durch einige wichtige Besonderheiten von den Wettbewerbern. Der Firmen­inhaber Franz X. Sauerburger jun. und Außen­dienstmitarbeiter Thomas Sittig nahmen sich sehr viel Zeit für eine intensive Beratung. Schließlich soll der neue Traktor in den nächsten Jahren alle anfallenden Arbeiten erledigen und mit neuen Anbaugeräten eingesetzt werden. Ulrich Schubert ist sehr beeindruckt von dieser intensiven, kompetenten Beratung und hat festgestellt, das alles Versprochene auch eingehalten wurde.

Sicher am Hang

Ein Grund für die Anschaffung des Sauerburger Grip4 war der etwas längere Radstand und die größere Fahrzeugbreite gegenüber anderen Anbietern. Dazu wird eine größere Bereifung geliefert, die die Hangsicherheit nochmals erhöht. Dies verbessert die Einsatzsicherheit bei den Arbeiten in den Hanglagen und die Schonung der Grasnarbe bzw. der gewachsenen Pflanzengesellschaft. Von den vier Lenkungsarten gefällt vor allem die Anti-Drift Lenkung, durch die separate Ansteuerung der Hinterachse in Schichtlinienfahrt, ist das Anstellen der Hinterachse gegen den Hang möglich und verhindert dadurch das Abdriften des Fahrzeugs im Heckbereich.

Außerdem ist der Grip4 sehr zuverlässig. Hier zahlen sich die saubere Verarbeitung und die vielen interessanten Details für Einsatzsicherheit und Fahrkomfort aus. In den bisher geleisteten 250 Stunden waren keine nennenswerten Störungen zu verzeichnen. Kleinere Probleme konn­ten schnell vor Ort behoben werden.

Einsatzbereiche

Während der Vegetationsperiode mulcht der Wasserverband die Flächen dreimal. Bei Verschmutzungen werden mit einem Kehrbesen die Wege gereinigt, da die Flächen für die Naherholung genutzt werden. Mit einer elektrischen Seilwinde ziehen die Mitarbeiter Baumstämme und Astwerk aus den Rückhaltebecken. Möglich ist auch die Verwendung einer größeren Seilwinde im Dreipunktanbau, um noch schwerere Stämme bergen zu können. Im Winter steht die Gehölzpflege rund um die Rückhaltebecken an. Hierbei treibt der Grip4 einen Buschholzhacker an, der das Holz klein häckselt. Dazu kommt der salzlose Winterdienst außerhalb der Ortschaften. Die meisten Standorte des Wasserverbands ­Kocher-Lein liegen in Waldrandnähe und in Schutzzonen, in denen öffentliche Kommunen keinen Räumdienst durchführen.

Leise

Der Sauerburger Grip4 hat kein Gestänge zwischen Kabine und Chassis. Dadurch arbeitet er sehr leise: „Wir können in der Kabine mit Raumklang-Lautsprecher telefonieren, so leise sind die Geräusche unseres GRIP4“, erzählt Ulrich Schubert. „Das ist sehr angenehm, und wir können die Arbeiten und Einsatzorte schnel­ler koordinieren. Es ist ein sehr komfortables, entspanntes Arbeiten, und die Konzentration hält wesentlich länger an als beim Vorgängermodell eines anderen Herstellers.“

Die Übersicht nach allen Seiten und auf die Anbaugeräte ist hervorragend. Der Clou ist das drehbare Seitenfenster, das zusätzlich zur Klimaanlage bzw. Heizung eine sehr gute Luftführung in die Kabine ermöglicht.

Die Ansteuerung der vier verschiedenen Fahrmodi, die Steuerung des Front- und Heckanbauraums und die Vielfalt der hydraulischen Steuermöglichkeiten benötigen zwar eine gewisse Eingewöhnungszeit. Aber alles ist logisch und bedienerfreundlich aufgebaut, so dass die Arbeit später sehr leicht von der Hand geht.

Wasserverband Kocher-Lein

Unter dem Motto „Von Stauseen und Voraussehen“ sichert der Wasserverband Kocher-Lein zwischen Aichstrut und Abtsgmünd im Norden und Pfahlbronn und Heuchlingen im Süden den Hochwasserschutz inklusive der Landschaftspflege und sichert damit gleichzeitig ein Naherholungsgebiet. Etwa 12 Millionen Kubikmeter Stauraum mit 11 Stauseen werden von den Mitarbeitern ganzjährig betreut. Initiiert wurden der Hochwasserschutz und das Rückhalten des Wassers nach einem Hochwasser im Jahr 1956 im Leintal mit Auswirkungen auf den mittleren Kocher. Beim letzten Hochwasser im Januar 2011 wurden 10,2 Mio. Kubikmeter Wasser und damit 90% des Stauvolumens zurückgehalten.

Weitere Informationen unter:
www.sauerburger.de
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