Schätzungen zufolge wenden Autofahrer in deutschen Städten über 41 Stunden pro Jahr allein für die Parkplatzsuche auf. Schlechtes Parkraummanagement führt zu Ineffizienz und damit zu Stress für die Bewohner. Das bestätigte unlängst auch eine Multiscope-Studie im Auftrag von Axis Communications.[1]

Die Ergebnisse zeigen: Die deutschen (33 Prozent), österreichischen (38 Prozent) und Schweizer Befragten (39 Prozent) stören sich in Sachen Mobilität am allermeisten am schlechten Verkehrsfluss in einer Stadt. Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Parkplatz landeten auf der zweiten, schlechte Beschilderung auf der dritten Position. Wobei die ersten beiden Störfaktoren eng zusammenhängen: Sind Fahrzeuge nur im Schritttempo unterwegs, um nach einem freien Platz zu suchen, hat das direkte Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung. Statistiken belegen, dass rund 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs überhaupt erst durch die Parkplatzsuche verursacht werden. Eine enorme Zahl, die dank smarter Technologien künftig nicht mehr hingenommen werden muss.

Digitales Parkplatzmanagement

Wie es anders geht, zeigt seit Kurzem ein Smart City-Projekt der Landeshauptstadt Düsseldorf. Dort wird auf einem Teilstück des Fürstenwalls, zwischen Neusser- und Elisabethstraße, der Belegungsstand von rund 170 Parkplätzen mit Hilfe von an Laternen befestigten Sensoren erfasst und die Verkehrsdaten in Echtzeit ins Netz übertragen. Autofahrer können so jederzeit per Smartphone überprüfen, wo sich die freien Parkplätze befinden. Denn regelmäßige Verkehrsanalysen zeigen, dass in Innenstädten eigentlich genügend Parkplätze vorhanden sind – sie werden von den Autofahrern nur nicht effizient genutzt.

Um das Parkraummanagement zu verbessern, müssen Städte keine riesigen Summen in neue Technologien investieren: Vorhandene Videosicherheitstechnik kann smart genutzt werden, um Parkprobleme anzugehen. Eine Kombination aus Netzwerk-Kameras und Videoanalyse identifiziert freie Parkplätze und führt die Fahrer, in Verbindung mit einer Navigations-App, effizient dorthin. Solche Lösungen kommen bereits in einigen belebten Ballungsräumen von Brasilien bis Australien zum Einsatz. Die Softwarelösung ParKam beispielsweise nutzt die in Parkhäusern und Städten installierten Sicherheitskameras von Axis Communications, um nicht nur die Verfügbarkeit von Parkplätzen zu erfassen, sondern auch, um das Verkehrsverhalten zu prognostizieren.

„Durch die Analyse von Echtzeit- und historischen Daten ist es möglich, Spitzenzeiten in bestimmten Bereichen vorherzusagen und Autofahrer rechtzeitig darüber zu informieren, dass kein Parkplatz verfügbar ist, um sie dann auf andere Bereiche umzuleiten. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen können Parkmanagement-Lösungen vor der Ankunft vorhersagen, wo die Chance am größten ist, einen freien Platz zu finden. Auf diese Weise werden die Autos effizienter verteilt. Das senkt den Frust im Stadtverkehr und verbessert den Verkehrsfluss erheblich“, erklärt Edwin Beerentemfel, Manager Global Partners & End Customers Middle Europe bei Axis Communications.

Widerrechtliches bzw. unbefugtes Parken ist ein weiteres Problem, das im städtischen Raum zu zusätzlichen Staus führt. Eine Videoanalyselösung in Verbindung mit Netzwerk-Kameras schafft hier Abhilfe, indem sie Parkverstöße effizient erfasst und automatisch an die entsprechende Ordnungsinstanz meldet. Die rund um die Uhr einsetzbare Videoanalyse AXIS Parking Violation Detection kann mit mehreren Netzwerk-Kameras auf einer Länge von bis zu 100 Metern die einzelnen Fahrspuren mehrspuriger Straßen abdecken und automatisch ein Signal abgeben, wenn ein Fahrzeug eine Sperrzone blockiert. Die hochskalierbare Lösung lässt sich dabei so einrichten, dass mehrere Kameras eine ganze Allee überblicken.

Zur Einhaltung von Datenschutzregeln können mit Privatzonenmasken ausgewählte Bereiche wie private Geschäfte oder Büros ausgeblendet werden, die somit für die Anzeige und Aufzeichnung gesperrt sind.

[1] Das niederländische Marktforschungsunternehmen befragte im Januar 2021 insgesamt 4.500 Personen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern zu ihrem Sicherheitsempfinden, aber auch zu ihrer Einschätzung der Mobilität in Städten.

Weitere Informationen unter:
www.axis.com
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