Im besten Alter

Denkmäler stiften Identität. Sie sind Zeugen unserer Geschichte und führen uns deren Entwicklung vor Augen. Saniert und in Nutzung prägen sie das Bild von Vierteln und Städten und sind deshalb für Touristen sowie Investoren interessant. Denn in den alten Gemäuern steckt nicht nur historischer Wert, sondern auch ein hohes städtebauliches Potential, mit dem die Infrastruktur von Kommunen gestärkt werden kann. Ihr Erhalt liegt im öffentlichen Interesse und ist für die wirtschaftliche Attraktivität von Städten und Regionen von zentraler Bedeutung. Das gilt für Baudenkmäler, die neuen Wohnraum schaffen wie für Baudenkmäler, die gewerblich genutzt werden.

Ein gutes Beispiel ist eine alte Wassermühle in Greven-Aldrup. Das im Jahr 1845 errichtete und bis 1986 als Getreidemühle genutzte Denkmal ist nicht nur Zeugnis einer in Vergessenheit geratenen Handwerkskunst, sondern auch Teil einer historischen Wirtschaftsstruktur und damit wichtig für die Ortsgeschichte. Seit ihrer Stilllegung stand sie leer und verfiel zusehends. Ein Investor finanzierte mit dem Programm NRW.BANK.Baudenkmäler die Sanierung der alten Mühle und sorgte dafür, dass das vom Abriss bedrohte Gebäude sich in enger Abstimmung mit dem zuständigen Denkmalpfleger in eine attraktive Büroimmobilie verwandelte.

Die alte Wassermühle ist ein gutes Beispiel dafür, welches städtebauliche Potential in denkmalgeschützten Gebäuden steckt. Doch nicht nur gewerblich genutzte Baudenkmäler werten die Infrastruktur von Städten auf, sondern auch historische Gebäude, die Wohnraum schaffen. Ihr Vorteil: Sie sind bereits vorhanden und meist eingebettet in gewachsenen innerstädtischen Strukturen für Mobilität, Einkaufen, Arbeit und Freizeit. Gleichzeitig ist ihre Bedeutung für das Stadtbild und die Zukunft von Städten prägend.

Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen setzt sich die NRW.BANK dafür ein, dass Baudenkmäler erhalten und infrastrukturell oder gewerblich genutzt werden. Sie unterstützt Investitionen in nicht wohnwirtschaftlich genutzte Gebäude mit dem Förder­programm NRW.BANK.Baudenkmäler. Das Besondere an dem Programm ist, dass nicht nur denkmalgeschützte Objekte gefördert werden, sondern auch andere Gebäude mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz. Außerdem fördert die NRW.BANK Privatpersonen bei der Erneuerung von selbst genutztem denkmal­geschützten oder baukulturell erhaltenswerten Wohngebäuden sowie Privatleute und Investoren, die mithilfe der öffentlichen Wohnraumförderung bezahlbaren Wohnraum schaffen wollen.

Denkmalnutzung ist bester Denkmalschutz

Investitionen in denkmalgeschützte Gebäude dienen nicht nur dem Erhalt unserer Geschichte, sondern stärken Städte und Regionen. Deshalb ist die Nutzung von Denkmälern die beste Strategie der Denkmalpflege. Für die Zukunft bedarf es daher der Entwicklung neuer und tragfähiger Nutzungskonzepte und Strategien, mit denen Städte attraktiv und zukunftsfähig bleiben.

Weitere Informationen unter:
www.nrwbank.de
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