Seit vielen Jahren funktioniert in Deutschland der digitale Datenaustausch zwischen den am Bauprojekt Beteiligten über standardisierte GAEB-Schnittstellen und hat sich bewährt. Allerdings erfordern die Globalisierung und gute Baukonjunktur immer häufiger auch die Verarbeitung von Leistungsverzeichnissen oder Bieterangeboten im Excel-Format. Um diese Anforderungen abzudecken, hat die G&W Software AG eine neue konfigurierbare und bidirektionale Excel-Schnittstelle entwickelt. Diese ist in das Modul Büro- und Projektorganisation (BPO) der Version 10 des AVA- und Baukostenmanagementsystems California.pro integriert. Nutznießer sind Planer und Bauabteilungen mit Auslandsaktivitäten, aber auch Einkaufsabteilungen, die ihre bisherigen auf Excel basierenden Prozesse besser mit der Bauwelt kombinieren möchten.

Externe Planungspartner können Excel-­Dateien bearbeiten

Die bisherigen Möglichkeiten, ein Leistungsverzeichnis nach Excel auszugeben, ergaben eine Excel-Tabelle, die zwar inhaltlich dem Leistungsverzeichnis entsprach, Änderungen an Mengen, Einzelpreisen oder Abschlägen führten aber nicht zur Aktualisierung der Tabelle.

Neben der aus dem GAEB-Prozess bekannten Funktion des Austausches vollständiger Leistungsverzeichnisse als Blankett oder Preisblatt können jetzt mit der Version 10 beispielsweise Teilbereiche wie Mengen, Preise oder Langtexte auch von externen Planungspartnern mittels Excel-Dateien überarbeitet und ergänzt werden. Der bisher notwendige manuelle Erfassungsaufwand entfällt. Die Vergabestellen und Einkaufsabteilungen freuen sich auf „rechnende“ Submissionsprotokolle im Excel-Format. Subunternehmer können wieder nach fachlicher Kompetenz und nicht nur nach Maßgabe einer GAEB-fähigen Angebotssoftware ausgewählt werden.

Individuelle Anpassbarkeit

Der Architekt und Ingenieur kann die Excel-Kommunikation sowohl im Import als auch im Export selber individuell an den Spalten- und Zeilenaufbau der Excel-Tabelle anpassen und bei Bedarf als Favoriten für zukünftige Anwendungen speichern.

Baukosten noch immer in Excel ermitteln

Baukostenplanung beginnt nicht erst mit dem Leistungsverzeichnis. Doch noch immer ermitteln Planer in frühen Leistungsphasen die Baukosten in Excel-Tabellen. Das damit einhergehende Manko eines Medienbruches und somit die Fehleranfälligkeit bei der erneuten Eingabe der Daten gehört mit der neuen Excel-Schnittstelle der Vergangenheit an. Denn alle Planungsbeteiligten wie Architekten, Bauingenieure, Bauherren und Projektsteuerer können bauteilorientierte Excel-­Tabellen wie zum Beispiel eine DIN 276 direkt in den Planungsbereich von California.pro importieren. Somit wird die Lücke in einer durch die HOAI geforderten durchgängigen Kostendokumentation geschlossen.

Seit der Einführung von BIM-Prozessen ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Planungsabteilungen möglichst ohne Medienbrüche ein wichtiger Grundstein und die Voraussetzung für wirtschaftliches Planen und Abrechnen. Mit der neuen California.pro-Excel-Schnittstelle ergänzt die G&W Software AG in der Version 10 die seit Jahren bewährten und gut funktionierenden GAEB- gestützten Kommunikationsprozesse. Abtippen war gestern.

„Digitale Planung hört nicht an der Grenze der AVA-Software auf. Es war ein häufig geäußerter Wunsch unserer Anwender, auch Excel-Daten in den durchgängigen Planungsprozess mit California.pro zu integrieren. Die Funktionalität der bidirektionalen Excel-Anbindung haben wir in Version 10 implementiert“, erläutert André Steffin, Vorstand der G&W Software AG.
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Weitere Informationen unter:
www.gw-software.de
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