Im Regierungspräsidium Stuttgart ist die Flussmeisterei Betriebshof Unterensingen, direkt an der BAB 8 Abfahrt Wendlingen / Plochingen gelegen, für die Unterhaltung von Neckar, Fils, Aich, Lauter und Erms in den Landkreisen Esslingen und Göppingen zuständig. An den Böschungen mulcht ein Hangtraktor Grip4-110 der Firma Sauerburger mit einem 2,30 Meter breiten Frontmulcher Dingo H+F des gleichen Herstellers und recycelt den Bewuchs an Ort und Stelle, um bei Hochwasser einen zügigen Abfluss der Wassermassen sicherzustellen.

Hochwasserschutz

Wenn Neckar und Fils so friedlich dahinfließen, kann sich kaum jemand vorstellen, dass die Flüsse nach tagelangen starken Regenfällen über die Ufer treten können: Straßen werden überflutet und unpassierbar, Keller laufen voll und sogar die Wohnungen im Erdgeschoss und darüber werden vom Wasser zerstört. Nach dem Regenwasser bleibt der Schlamm zurück, der übel riecht, und die verzweifelten Menschen arbeiten fieberhaft daran, aufzuräumen, ihr Hab und Gut zu retten, die Häuser zu trocknen und so weiter. Manchmal wissen die Menschen dann nicht, wie es weiter gehen soll.

Ganzjährig im Einsatz

Damit derartige Naturkatastrophen möglichst nicht passieren oder zumindest glimpflich ablaufen, trägt, neben den baulichen Maßnahmen wie Dämme und Mauern, auch die Unterhaltung einen großen Teil dazu bei. So arbeiten zum Beispiel die MitarbeiterInnen des Betriebshofs Unterensingen das ganze Jahr über daran, den Fließquerschnitt freizuhalten um einen zügigen Abfluss bei höherem Wasserpegel zu ermöglichen.

An einem Teil der etwa 86 Kilometer Flusslauf zwischen Plochingen und Mittelstadt am Neckar sowie Geislingen und Plochingen an der Fils werden an beiden Ufern die flachen bis sehr steilen Randböschungen zweimal im Jahr gemulcht. Der Aufwuchs an Gräsern, Kräutern, Sträuchern und Büschen wird also gleich vor Ort gemulcht, damit das organischen Material schnell verrottet und die Nährstoffe daraus im kommenden Jahr den Pflanzen wieder als Dünger zur Verfügung stehen.

Das erste Mulchen beginnt meistens im Mai und dauert bis Ende Juli, nach einer kurzen Pause beginnt der zweite Durchgang mit dem Hangtraktor Grip4 und Spezialmulcher Dingo 2450 H+F, der neben Gräsern und Kräutern auch Büsche und Sträucher ideal zerkleinern, so dass sie bei Hochwasser nicht den Wasserstrom bremsen können.
Nach dem Mulchen in der Vegetationsperiode wird über Herbst/ Winter mit einer robusten Astschere vorn in der Fronthydraulik mit Frontzapfwelle gearbeitet und entweder das Schwachholz mit dem Dingo H+F Mulcher an der Heckhydraulik gleich gemulcht. Oder die stärkeren Äste werden mit dem 2,5 Tonnen Hacker vor Ort zerkleinert.

Wie kam man auf den Sauerburger?

Zuerst haben die Mitarbeiter des Betriebshofs diesen Hanggeräteträger in der Nähe fahren sehen und sich das Fahrzeug genau angeschaut. Dann wurde der Grip4 mit Mulcher vorgeführt und die MitarbeiterInnen konnten ihn ausgiebig testen. Schließlich soll er über mehrere Jahre einwandfrei arbeiten und alle Aufgaben erledigen. Im Rahmen der Ausschreibung erhielt der Grip4-110 dann den Zuschlag vom Land Baden- Württemberg.

Gegenüber dem Vorgängermodell ist der Sauerburger Grip4-110 robuster gebaut. Er hat eine Rahmenbauweise und bietet 5 Tonnen Achslast vorn und hinten. Die Hubkraft ist entsprechend auf diese Achslast abgestimmt. Diese Kriterien erfüllen die anderen Anbieter in dieser PS-Klasse nicht.

Thomas Schorer, der den Hangtraktor meistens fährt, freut sich über dieses robuste und zuverlässige Fahrzeug. Es bietet schon ein sichereres Gefühl, wenn die vier Räder in diesem unwegsamen Gelände bei Neigungen bis 25 oder 30 Grad alle auf dem Boden bleiben anstatt abzuheben. Die Rahmenbauweise und das Drehgelenk oberhalb der Vorderachse machen es möglich. Außerdem steigt die Motortemperatur nie über 90 Grad, weshalb selbst bei hochsommerlichen Temperaturen mit voller Leistung gearbeitet werden kann. Das Gespann mit Hangtraktor und Frontmulcher oder mit schwerer Astschere und Hacker muss viel leisten, damit alles in der Saison rechtzeitig geschafft wird.

Es sind 86 Flusskilometer zu pflegen, jeweils an beiden Uferseiten. Davon sind einige Abschnitte bewaldet oder bebaut. Dort, wo sich Wiese befindet und die Böschung schmal ist, muss mit kleineren Geräten von Hand wie Balkenmähern gearbeitet werden. Die schaffen aber nicht so viel, und können auch nur Grüngut mähen, aber keine Büsche zerkleinern wie der Mulcher. Also wird möglichst viel mit dem Sauerburger Hangtraktor und Mulcher geschafft.

Mit dem Grip4-110 sind die MitarbeiterInnen sehr zufrieden und sind von seiner Zuverlässigkeit überzeugt. Die Arbeit mit dem Mulcher in diesem schwierigen Gelände ist sehr anspruchsvoll. Ebenso der Einsatz mit Astschere und schwerem 2,5 Tonnen Häcksler. Der Sauerburger Hangtraktor meistert alles mit Bravur. So muss es sein. Nach heutigem Stand der Dinge ist Thomas Schorer sehr zufrieden, dass ein Hangtraktor Grip4 angeschafft wurde.

Weitere Informationen unter:
www.sauerburger.de
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