Eine Wohnanlage mit 675 Einheiten im Münchner Stadtteil Neuaubing. Die Heizanlage bestand viele Jahre aus ehemals drei Kesseln mit jeweils 2.300 kW Leistung. 2005 begann man, einen der drei Kessel durch eine Hackschnitzelanlage zu ersetzen. Seitdem werden etwa 80 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen hergestellt. Ab sofort soll die Spitzenlast und Redundanz durch Austausch der zwei verbliebenen Gas-Kessel durch eine Fernwärmeversorgung der Stadtwerke München gedeckt werden – in Verbindung mit Hackschnitzel in der Grundlast.

Bei der Wohnanlage der Heimbau Bayern ist es gelungen, die Betriebskostenneutralität nachzuweisen. Wichtiger Baustein dafür ist der Biomassekessel, der bereits seit 2005 etwa 80 Prozent der benötigten Wärme erzeugt. Dieser soll auch in Zukunft als primärer Wärmeerzeuger weiterbetrieben werden.

Die SWM haben hohe Qualitätsanforderungen an die Rücklauftemperatur. Die Heimbau Bayern muss den Zielwert von 50 ° Grad Celsius innerhalb von fünf Jahren erreichen. Zusammen mit der Heizungsbaufirma Weigerstorfer in Freyung hat das Ingenieurbüro Gundelach aus Wildflecken (Lkr. Bad Kissingen) dazu ein Konzept entwickelt. Es zeigt auf, wie die 15 Unterstationen umgebaut werden können, so dass die Rücklauftemperatur gesenkt wird. Der Einbau der neuen Fernwärmestation ist für Ende September geplant.

Weitere Informationen unter:
www.ingenieurbuero-gundelach.de
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