EnerTransRuhr

Energiewende integrativ – Entwicklung eines transformativen Forschungsdesigns am Beispiel der Energiewende Ruhr/NRW

Das Projekt EnerTransRuhr untersucht und erarbeitet Strategien der Energiewende am Beispiel der energetischen Gebäudesanierung im Ruhrgebiet – konkret in den Städten Bottrop sowie Dortmund und Oberhausen.

Dabei deckt das Projekt alle vier Phasen des klassischen Transformationszyklus ab: (1) eine integrierte Systemanalyse, die sowohl energetische als auch Ressourcenwirkungen von Gebäudesanierungsansätzen umfasst und neben technologischen und ökonomischen auch eine kulturelle Kartierung der untersuchten Städte bzw. Stadtteile vornimmt, (2) eine Visionsentwicklung, (3) konkrete Transformationsexperimente sowie (4) Strategien zur Diffusion erfolgreicher Lösungsansätze.

Verbindendes Element der Einzelprojekte ist eine akteurs- bzw. agenten-basierte Modellierung (ABM). Sie schafft eine gemeinsame Sprache zum besseren Verständnis der unterschiedlichen Einflussfaktoren bei energetischen Sanierungsstrategien. Realexperimente im Sinne von „Living Labs“, in denen zusammen mit Gebäudenutzern Sanierungsstrategien ausprobiert werden, sowie Governance-Experimente, in denen Steuerungs- und Anreizstrategien erprobt werden, fließen in die Optimierung des Modells ein.

Das Projekt bettet sich in die vielfältigen Aktivitäten des Wuppertal Instituts bei der Begleitung der Energiewende im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen ein. Es schafft einen konzeptionellen und methodischen Rahmen, mit dem Energiewendeprozesse integrativ analysiert und wissenschaftlich mitgestaltet werden können.
Praxispartner des Projekts sind neben dem Land Nordrhein-Westfalen, die InnovationCity Managment GmbH in Bottrop, die Stadt Dortmund und die Stadt Oberhausen.

Des Weiteren besteht eine Kooperation über Unteraufträge mit der Folkwang Universität der Künste, dem sociodimensions – Institute for Socio-cultural Research und der Delft University of Technology.

Auftraggeber/Förderer:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektpartner:

Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

Weitere Informationen unter:
www.wupperinst.org
KD1504086