Energieeinsparung

Pumpen kommt zweifelsohne eine wichtige Funktion zu. Doch sie sind auch große Energieverbraucher, beanspruchen rund 10 % des weltweit verfügbaren Stroms.

In vielen Pumpenanlagen laufen die Motoren unabhängig vom tatsächlichen Bedarf auf Höchstleistung. Damit sind Pumpen unnötig ineffizient. In der Praxis müssten die meisten Pumpenmotoren lediglich 5 % ihrer Betriebszeit mit Höchstleistung arbeiten. Oder anders formuliert: Die meisten Pumpen verschwenden 95 % der Zeit Energie.

Bei zwei Dritteln der aktuell betriebenen Pumpen und Pumpensysteme in der Industrie können durch Umstellung auf Hocheffizienzmotoren und Frequenzumrichter bis zu 60 % Energie gespart werden. Ähnlich ist die Situation in der kommunalen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, im kommerziellen Objektbau und im privaten Einfamilienhaus: Überall sind hohe Einsparpotentiale vorhanden.
Natürlich ist die Umstellung auf energieeffiziente Pumpensysteme mit Investitionskosten verbunden. Weil jedoch die Amortisationszeit kurz ist – durchschnittlich amortisiert sich die Pumpenoptimierung in 1 bis 5 Jahren – wird der Betreiber in den Folgejahren beträchtliche Einsparungen verbuchen.

Auf europäischer Ebene laufen seit 2005 unter dem Begriff EuP (‚Energy using Products = energiebetriebene Produkte’; heute: ErP = Energy related Products = energieverbrauchsrelevante Produkte) Gesetzgebungsverfahren zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch Minimierung des elektrischen Stromverbrauchs.

Die Motoren-Richtlinie (EG640/2009) ist ein zentral wichtiger Punkt des Ökodesigns, sie betrifft u.a. Pumpen. Für die Hersteller bedeutete dies, sich auf Hocheffizienzmotoren und Frequenzumformer zur Drehzahlregelung zu konzentrieren. Hinzu kam später – ebenfalls in Folge entsprechender EU-Vorgaben – ein verstärkter Fokus auf den hydraulischen Wirkungsgrad von Pumpen. Damit ist Brüssel sozusagen ein ‚natürlicher‘ Entwicklungspartner der Hersteller geworden.

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