Etwas für die Umwelt tun und Vorbild sein – immer mehr Kommunen setzen auf Elektromobile in ihren Fuhrparks. Und Dank der Förderprogramme von Bund und Ländern rechnet sich der Elektro-Umstieg für Städte und Gemeinden sogar.

„Die Elektromobilität ist ein Zukunftsthema, das wir vorantreiben wollen“, sagt Klaus Grootens, Kreisdirektor des Oberbergischen Kreises. Und Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes betont die Vorbild-Funktion der Kommunen: „Sie nehmen gerade bei der Etablierung dieser neuen, klimaschonenden und emissionsarmen Mobilitätsform eine Schlüsselrolle ein. Sie sind Multiplikatoren innovativer und nachhaltiger Konzepte und Technologien.“

In den Fuhrparks der Kommunen überwiegen noch die Dieselfahrzeuge, doch das soll sich ändern: „Der Einsatz von Elektromobilität bei kommunalen Nutzfahrzeugen bietet den Städten und Gemeinden die Möglichkeit, mit dem eigenen Fuhrpark einen Beitrag zu emissionsarmer und nachhaltiger Mobilität zu leisten“, sagt Landsberg.

Zuschüsse von Bund und Ländern

Der Umstieg auf Elektromobilität ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern spart auch bares Geld: Die E-Nutzfahrzeuge fahren günstiger als Verbrennungsmodelle. Wartung und Instandhaltung, Kraftstoff- beziehungsweise Stromkosten, Steuer und Versicherung sind hier teils deutlich niedriger. Und auch in der Anschaffung rechnen sich die E-Fahrzeuge. Förderprogramme von Bund und Ländern helfen den Kommunen, Kosten zu senken. Nordrhein- Westfalen zum Beispiel bezuschusst den Kaufpreis für E-Mobile von Städten und Gemeinden mit bis zu 40 Prozent.

Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan kann das bestätigen: Hier sind bereits fünf Elektrofahrzeuge der Marke StreetScooter im Einsatz. „Der Haushalt wird durch die Beschaffung der StreetScooter nicht stärker belastet, im Gegenteil. Insbesondere auf lange Sicht rechnen wir mit geringeren Fuhrparkkosten durch den Einsatz der Elektrotransporter.
Schließlich spart unsere Stadtverwaltung bei Repa­ratur- und Energiekosten, aber auch bei den Steuern ganz erhebliche Summen“, sagt Sridharan.

StreetScooter schon im Alltag bewährt

Beim Thema Elektromobilität ist der Street-Scooter derzeit eine deutsche Erfolgsstory. Der E-Transporter entstand in einer Kooperation zwischen der Deutschen Post und der RWTH Aachen und wird von der StreetScooter GmbH in Aachen und Düren produziert. Die Alltagstauglichkeit wurde schon unter Beweis gestellt: Mehr als 6.000 StreetScooter sind bei der Deutschen Post in der Paketzustellung bereits im Einsatz. Sie haben zusammen mehr als 26,5 Millionen Kilometer zurückgelegt und sparen dabei im Jahr 20.000 Tonnen CO2 ein.

Den StreetScooter gibt es in unterschiedlichen Varianten, ob klein, groß, mit Pritsche, Koffer oder mit Sonderaufbau nach Kundenwünschen. Je nach Modell sind bis zu 200 Kilometer Reichweite, bis zu 120 km / h Geschwindigkeit und bis zu 900 Kilogramm Nutzlast möglich. Und an der Weiterentwicklung wird schon gearbeitet: „Wir planen zum Beispiel ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle, mit dem 500 bis 700 Kilometer kein Problem mehr darstellen,“ sagt Prof. Dr. Achim Kampker, CEO der StreetScooter GmbH. „Und schrittweise werden zudem immer mehr Anwendungsbereiche hinzukommen.“

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