Seit Oktober 2024 ist das neue DWA-A 138-1 in Kraft. Laut der Novelle dieses Arbeitsblatts der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) darf Regenwasser von belasteten Verkehrsflächen nur nach vorheriger Behandlung versickert werden. Das stellt Kommunen und Ingenieurbüros vor neue Herausforderungen, da hierdurch zahlreiche Einleitungsgenehmigungen etwa für Regenwasser-Versickerungsschächte auslaufen. In den bestehenden Anlagen sind die neuen Anforderungen ohne aufwendige Um- oder Neubauten technisch oft schwer umzusetzen. Eine wirtschaftliche und effizient einsetzbare Lösung bieten hier die Hydrosystem Filteranlagen von 3P Technik, die sich in vorhandene Sickerschächte verschiedener Dimensionen einsetzen lassen.
Praxisbeispiel Weilheim: Sanierung ohne Erd- und Bauarbeiten
Ein Projektbeispiel aus dem oberbayerischen Weilheim zeigt, wie der Einsatz der 3P Hydrosystem Filtrationsanlagen in der Praxis funktioniert. Hier stand die Sanierung der Entwässerung für einen 3.110 m² großen Parkplatz an, der über insgesamt 15 Sickerschächte entwässert wurde. Im Vorfeld der Sanierung führten die Projektingenieure eine detaillierte Analyse der angeschlossenen Flächen sowie der zu erwartenden Schadstoffeinträge und Regenwassermengen durch.
Die Ergebnisse bildeten die Grundlage, um für jeden Schacht eine passend dimensionierte Hydrosystem Filteranlage zu definieren. 3P Technik bietet hierfür ein breites Produktportfolio – vom kompakten Hydrosystem 400 für Flächen ab 100 m² bis zum leistungsstarken Hydrosystem Heavy Traffic 1000 Fünfling für bis zu 2.500 m² Anschlussfläche. Ein wesentlicher Vorteil der Systeme ist, dass sie sich ohne größere Anpassungsarbeiten in bestehende Schächte integrieren lassen. In Weilheim wurde 13-mal das 3P Hydrosystem 400 sowie je einmal die Hydrosysteme 1.000 und 1.000 Zwilling eingebaut. Da die Filtrationsanlagen in die gängigen Schachtdimensionen passen, waren weder Erdarbeiten noch aufwendige Bauarbeiten erforderlich. Die Systeme wurden direkt in den bestehenden Sickerschächten installiert und an die Zuläufe angeschlossen.
Regelgerechte und wartungsfreundliche Regenwasserfiltration
Das anfallende Regenwasser wird in der Filtrationsanlage den neuen Regeln entsprechend behandelt. Das Niederschlagswasser von der zu entwässernden Fläche wird am unteren Ende des Schachtes eingeleitet. Durch eine Umlenkhilfe wird das Wasser tangential abgelenkt. Hier findet in einem hydrodynamischen Abscheider die Sedimentation von Feststoffen statt. Danach wird das Wasser im Aufstromverfahren durch die Filterelemente nach oben geleitet. Das Filtersubstrat hält Schwermetalle, Öle, Kohlenwasserstoffe, Mikroplastik, Phosphate und andere Nährstoffe zurück.
Nach dem Passieren einer physikalischen Ölsperre für Havarien gelangt das gereinigte Wasser zur Versickerung in den vorhandenen Versickerungsbereich des Schachts. Bei der Zusammensetzung und Materialauswahl der Filterelemente wird gezielt auf Werkstoffe verzichtet, die zu einer schnellen Kolmation führen könnten. Stattdessen kommen Materialien mit hoher Leistungsfähigkeit und hervorragender Durchlässigkeit zum Einsatz, um einen dauerhaften stabilen Betrieb zu erreichen. Der Schlammfang lässt sich manuell oder mit einem Schlauch ganz einfach von oben nach Abnahme der Schachtabdeckung entleeren. Die Filterstufe besteht aus Kartuschen und kann so ebenfalls für Austausch oder Reinigung von oben entnommen werden. Durch das einfache Reinigungs- und Wartungskonzept der Anlagen ist sichergestellt, dass sie langfristig und ohne Funktionseinschränkungen den gestiegenen Anforderungen an die Regenwasserbehandlung gerecht werden.
Das Projekt in Weilheim zeigt einen praxisgerechten und wirtschaftlichen Ansatz zur Umsetzung der normgerechten Regenwasserbehandlung in Bestandsanlagen mit geringem Nachrüstungsaufwand.
www.3ptechnik.de



