In der deutschen Bildungslandschaft fehlt eine performante technische Infrastruktur. Abstürzende Lernplattformen und Probleme bei der Datenkompatibilität gehören zu den Folgen. Philip Heimes, international erfahrener Education-Technologie-Experte, zeigt, dass bezahlbare, in einem zeitlich überschaubaren Rahmen implementierbare Lösungen bereits vorhanden sind.

Der Mangel an Erfahrung mit Bildungstechnologie und die Angst vor Cloud-Lösungen verstärken Deutschlands digitale Probleme im Bildungssektor. Ängste, die unbegründet sind, denn Technologien sollen Lehrern helfen, in der Corona-Pandemie und auch darüber hinaus digital zu lehren und Schüler motivieren, auch von zuhause aus zu lernen.

Bildungssoftware ist nicht dazu gedacht, Lehrer zu ersetzen oder die Art und Weise, wie gelehrt und gelernt wird, grundlegend zu verändern. Es geht immer darum, Lehrer und Schüler zu unterstützen, ihnen zu helfen und sicherzustellen, dass jeder Schüler alle Ressourcen zur Verfügung hat.
Technologisch geht es primär um einen nahtlosen, sicheren und kontrollierten Austausch von Daten innerhalb von Anwendungen.

In Deutschland werden Daten auf schuleigenen Servern gespeichert, die Datenschutz-Anforderungen nicht im mindesten gerecht werden. Schülerdaten werden in veralteten Datenbanken und häufig auf ungenügend gesicherten stationären Servern gespeichert. Cloud-Lösungen sind hingegen gut geeignet und viel besser als ihr Ruf. Der Bundestag und viele Ministerien nutzen schon länger eine Cloud-Infrastruktur zum Beispiel von AWS (Amazon Web Services). Dessen Sicherheitsstandards sind umfassend, die Systeme stabil und flexibel.

Vorhandene Lernmanagement-Plattformen können so modelliert werden, dass sie als virtuelles Klassenzimmer funktionieren. Wichtigster Baustein ist ein Lernmanagement- System, in das sich Lehrinhalte zentral oder vom Lehrer individuell einspeisen und an Schüler vermitteln lassen. Dieses System wird mit einem Schülerinformationssystem verbunden, in dem die Schülerdaten gespeichert sind.

Wenn das Lernmanagement-System an eine Cloud-Lösung gekoppelt wird, ist es automatisch skalierbar und ermöglicht eine schnelle Datenintegration. Das bedeutet: Die Leistungsfähigkeit des Systems passt sich automatisch und in Echtzeit den Anforderungen des Schulbezirks/der Schule an. Software-Produkte wie „Schoology“ oder „Canvas“ beinhalten bereits die Möglichkeit, virtuelle Klassenzimmer einzurichten. Digitale Lerninhalte – beispielsweise von Schulbuchverlagen – sind schon vielfältig vorhanden und können unproblematisch integriert werden.

Philip Heimes ist CTO bei Innovation Natives und seit über 25 Jahren im Bereich der Educational Technology tätig, unter anderem für die Bill & Melinda Gates Foundation, verschiedene Schulbezirke in den USA und aktuell für die Moderne Schule Hamburg.

Philip Heimes entwickelt zudem gerade mit EDUGLE eine Suchmaschine für verfügbare Lösungen im Bildungsbereich.

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