Deutschlandweit erste Modulbau-Kita als EnergiePlus-Gebäude

Nur passiv ist zu wenig

Das Wohnungsbauunternehmen DOGEWO21 hat am Dortmunder Phoenixsee zusammen mit ALHO die bundesweit erste Modulbau-Kita in EnergiePlus-Standard realisiert. Der Neubau hat Pilotcharakter, denn er macht nicht nur mit kindgerechten, funktionalen Räumen von sich reden, sondern erzeugt deutlich mehr Energie als er selbst verbraucht.

Dass ALHO Modulgebäude auf Passivhausniveau realisieren kann, ist seit dem Neubau der LVR-Klinik in Düren bekannt. Mit der neuen Kita setzt der Modulbauspezialist nach einem Entwurf des Architekten Andreas Haus nun erneut ein Zeichen für nachhaltige, energieeffiziente Architektur. 27 Raummodule wurden in der Raumfabrik individuell vorgefertigt und in nur vier Tagen vor Ort montiert. Die von der Caritas geführte Kindertagesstätte ist als zweigeschossiges Gebäude angelegt und bietet vier Kindergartengruppen mit insgesamt 75 Kindern ausreichend Platz zum kreativen Spielen und Lernen.

Die Gebäudekubatur ist kompakt gestaltet und erreicht im Verhältnis zwischen Außenhülle und Volumen den günstigen Wert von 0,45 m-1. Das energetische Konzept für das Gebäude erstellte ALHO in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für Wärme- und Energietechnik Wortmann & Scheerer in Bochum. Die wesentlichen Einflussfaktoren für die Energiebilanz sind die Wärmedämmung, der Lüftungswärmebedarf, der Warmwasserbedarf, sowie der Energiebedarf der ausgewählten Pumpen und Lüftungsgeräte. Die ALHO Modulbauweise erreicht mit ihrer hocheffizienten Dämmung aller Bauteile in fast allen Bereichen passivhaustaugliche Werte, was sich bereits grundlegend positiv auf den Energiebedarf im Gebäude auswirkt. Die Energie für Fußbodenheizung und Warmwasserbereitung liefert eine Sole-Wasser-Wärmepumpe.

Strom gewinnt eine 228 Quadratmeter große Photovoltaikanlage, die sich fast über das gesamte Kita-Dach erstreckt. Der Jahresertrag der Photovoltaikanlage liegt bei etwa 30.940 kWh. Stellt man diesem Wert den Energiebedarf von insgesamt 26.941 kWh/a gegenüber, ergibt sich ein Überschuss von fast 4.000 kWh/a. Ein Ergebnis, das deutlich die Vorgaben der Kampagne „100 EnergiePlus-Häuser für Dortmund“ übertrifft.

Weitere Informationen unter:
www.alho.com
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