In Gefahrensituationen ist es wichtig, schnell den nächstgelegenen Ausgang aus dem Gebäude zu finden. Dabei helfen Rettungszeichenleuchten, die in allen Fluren des Gebäudes mit Pfeilen die Richtung zum Ausgang kennzeichnen. Um die Funktion dieser Leuchten sicherzustellen, sind vom Gesetzgeber Wartungsintervalle vorgeschrieben, doch gerade in kleineren Betrieben ist die Umsetzung der lästigen Pflicht oft vergessen. Mit den über DALI-vernetzbaren Notleuchten von B.E.G. wird der Wartungsaufwand auf ein paar Klicks reduziert.

Als 2014 das neue Verwaltungsgebäude der B.E.G. in Betrieb genommen wurde, wurden natürlich Notleuchten aus dem eigenen Sortiment eingesetzt. Diese waren schon damals wartungsfreundlicher als übliche Notleuchten: Der Facility Manager musste nicht mehr mit der Leiter zu jeder Notleuchte hinaufklettern, um den Selbsttest per Knopfdruck zu starten. Er konnte stattdessen vom Boden aus die LED ablesen, die nach dem regelmäßigen auto­matischen Selbsttest entweder grün für voll funktionstüchtig oder rot für einen Fehler anzeigte.

Nur wenig später, im Jahr 2016 brachte B.E.G. die nächste Generation von Notleuchten auf den Markt. Die DT32-Diamant erzeugt durch den Einsatz von energiesparenden LEDs eine gleichmäßige und extrem helle Ausleuchtung der flachen Plexiglasscheibe. Die Notleuchten können entweder weiterhin als Stand-alone Geräte mit automatischem Selbsttest genutzt werden, oder sie können über die DALI- Schnittstelle in den DALI-BUS integriert werden. Selbstverständlich sind im eigenen Verwaltungsgebäude die neuen Notleuchten mit Schnittstelle installiert worden.

Dafür musste bei B.E.G. zuerst einmal ein neuer DALI-BUS verlegt werden, denn die übrige Gebäudetechnik wird über KNX-gesteuert. Der Aufwand lohnt sich dennoch im Hinblick auf die wesentlich komfortablere Wartung der Notleuchten.

Im Verwaltungsgebäude wurden insgesamt 45 Notleuchten in den Gängen und an den Ausgängen platziert. Diese Anzahl könnte theoretisch an einer DALI-Linie untergebracht werden. Jedoch ist das Gebäude sehr weitläufig und somit wird in der Verkabelung die maximale Länge von 300 m für eine DALI-Linie überschritten.

Um das System zukunftssicher aufzustellen, wurden insgesamt vier DALI-Linien eingerichtet. So ist an den Linien noch ausreichend Platz für die spätere Installation von Rettungswegleuchten, die am Boden den Weg zum Ausgang erhellen. Jede Linie ist über eine DALISYS- Spannungsversorgung an den DALISYS-Router des Systems angeschlossen. In einem speziellen Schaltkasten wurde die Notleuchtenzentrale installiert. Neben dem Router und den Spanungsversorgungen findet sich hier auch ein Sicherungsautomat.

Intelligent verknüpft wird das System über den DALISYS-Webserver des DALISYS-Routers. Die Erstinbetriebnahme wird von den B.E.G. DALISYS-Experten durchgeführt. Dabei strukturiert der Systemintegrator über den PC oder das Tablet die Notleuchten und weist ihnen Namen und Montageorte zu. Er kann auch festlegen, welcher der beiden LED-Stränge der Leuchte das Plexiglas mit dem Hinweiszeichen beleuchten soll. Je nach Montageort kann es von vorne, hinten oder auch von beiden Seiten beleuchtet werden. Sollte es nötig sein, kann außerdem die Helligkeit der LEDs gedimmt werden.

Über DALISYS kann der Zeitpunkt für die Selbstprüfung für jede Notleuchte vorgegeben werden. Hier ist eine gute Vorgehensweise, die Selbstprüfungen in der Nacht durchführen zu lassen, sodass die Leuchten tagsüber, wenn das Gebäude genutzt wird, voll einsatzfähig sind. Es ist auch sinnvoll, die Selbstprüfungen zeitlich zu versetzen, denn: Alle vier Monate testen die Notleuchten im Langzeittest die Kapazität ihrer Akkus. Danach dauert es 24 Stunden, bis sie wieder voll einsatzfähig sind. Daher ist es sinnvoll, da nicht alle Notleuchten gleichzeitig diesen Test durchführen, sondern immer nur ein Prozentsatz von ihnen.

Ist alles eingerichtet, braucht der Facility Manager nicht mehr regelmäßig alle Notleuchten einzeln in den Fluren zu kontrollieren. Eine schnelle Abfrage des Notleuchtenmanagers im DALISYS- Router mit dem Tablet zeigt ihm, ob alle Leuchten einwandfrei funktionieren, oder ob es Fehlermeldungen gibt.

Bei Fehlermeldungen kann er direkt sehen, wo sich die Notleuchte befindet, und diese dann reparieren lassen. Über die integrierte Infrarot-Schnittstelle kann die Leuchte auch einzeln über den IR-Smartphone Adapter ausgelesen werden. In der B.E.G. Smartphone- App erscheinen dann die Software-Version, die DALI-Adresse, die Batteriekapazität, letzte Selbsttest-Zeit und -Ergebnisse sowie der Zeitpunkt des letzten Notstrombetriebs.
Ist alles in Ordnung, ist im Notleuchtenmanager des DALISYS-Routers der Prüfbericht schnell in ein PDF umgewandelt und für die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation ausgedruckt. So ist die regelmäßige Notleuchtenkontrolle innerhalb von 5 Minuten erledigt.

Weitere Informationen unter:
www.beg-luxomat.com
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