Blickpunkt für ein Quartier im Wandel: Neues Licht für Ottoplatz und Bahnhof Köln-Deutz

Der rechtsrheinische Kölner Stadtteil Deutz ist im Wandel begriffen – und sein Bahnhof Deutz/Messe wird zum immer wichtigeren Entree der Stadt. Attraktive, neue Außenbeleuchtung für das historische Empfangsgebäude sowie den davor gelegenen, umgestalteten Ottoplatz ist der krönende Abschluss der jahrelangen Sanierungsarbeiten. Die energiesparende und leistungsfähige Lichttechnik dafür kommt durchgängig von WE-EF.

Zwar liegt Deutz aus Sicht „echter“ Kölner auf der „schäl Sick“, also am falschen Flussufer – doch in den vergangenen Jahren hat sich der rechtsrheinische Stadtteil enorm entwickelt. Die Köln Messe zieht, wie auch die riesige Veranstaltungshalle „Lanxess Arena“, Besucher aus aller Welt an. Durch den neuen Rang als Kölner Haltepunkt der schnellen ICE-Strecke nach Frankfurt gewinnt der Bahnhof Köln-Deutz/Messe weiter an Bedeutung. Er ist inzwischen für viele Reisende das Entree zur Stadt; das repräsentative historische Empfangsgebäude mit seinem dem Erfinder des Viertakt-Motors Nikolaus Otto gewidmeten Vorplatz prägt den urbanen Raum.

Freier Blick auf den Bahnhof

Statt wie zuvor von einer abschirmenden Begrünung und kleinteiligen Möblierung ist der neue Ottoplatz von Großzügigkeit geprägt. Die historische Freitreppe zum Bahnhof wurde denkmalgerecht restauriert. Vom Straßenniveau hebt sich die Platzfläche um zwei Stufen ab, die solitär stehenden Bäume sind so positioniert, dass sie die Raumdimensionen aufspannen. Für die Beleuchtung hatte die Planerin lediglich zwei knapp 18 Meter hohe Masten mit einem markanten Knick vorgesehen, von denen aus Scheinwerfer sowohl das Empfangsgebäude als auch die Platzfläche ausleuchten sollten: „Wir stellten uns auf der Treppe und den Verkehrswegen eher gleichmäßige Beleuchtung vor, kontrastierend mit pointierten Lichtakzenten auf der Platzfläche für eine lebendige Erscheinung“, beschreibt Ulrike Böhm ihre Vision für die nächtliche Erscheinung des Platzes. Trotz der langen Zeitspanne bis zur Umsetzung: Ihre Ideen sieht die Berliner Landschaftsarchitektin weitgehend umgesetzt, auch durch die enge Zusammenarbeit mit dem Arge-Partner Isaplan, der die neue Verkehrsführung am Ottoplatz entwickelt hat. Um die lichttechnischen Lösungen kümmerte sich Gerhard Kleiker, der beim Kölner Energieversorger RheinEnergie AG den Bereich Öffentliche Beleuchtung leitet. Mit seinem Team war er für die Ausführungsplanung des Projekts verantwortlich und gestaltete außerdem die Außenbeleuchtung des Bahnhofsgebäudes.

Fassade mit Licht gegliedert

Die Fassadenbeleuchtung geht auf die typische, ausgeprägte Gliederung des mit barocken und klassizistischen Stilelementen gestalteten Empfangsgebäudes ein: Eng gerichtetes Licht von unten betont die kannelierten Pilaster aus Muschelkalk – erzeugt von Bodeneinbauleuchten beziehungsweise von auf dem Vordach des Eingangs montierten Scheinwerfern. Zugleich trifft das Streiflicht dieser Lichtquellen auf die Traufgesimse und bildet so einen definierten Abschluss der Fassade. Um das gesamte Gebäudevolumen, insbesondere das der imposanten Kuppel, auch nachts darzustellen, erfolgt außerdem eine leichte flutende Beleuchtung der Dachflächen mit Scheinwerfern von den beiden Masten auf dem Platz aus.

Mit LED und Hochdrucklampen langfristig wirtschaftlich

Die eingesetzten Bodeneinbauleuchten vom Typ ETC130-GB LED besitzen eine extrem enge Abstrahlcharakteristik und sind mit unterschiedlichen Leistungsstufen auf die jeweilige Traufhöhe an der Montageposition abgestimmt. Zur Beleuchtung des Kuppelturms verwendeten die Planer Scheinwerfer vom Typ FLC131 LED, die – vom Platz aus unsichtbar – auf dem Vordach montiert sind. Damit erfolgt die gesamte Fassadeninszenierung mit zukunftssicherer, energiesparender und wartungsfreier LED-Technik.

Die beiden Masten auf dem Ottoplatz tragen jeweils sechs Scheinwerfer vom Typ FLC240, die – frei ausrichtbar und bestückt mit HIT-CE Lampen unterschiedlicher Leistung sowie Optiken von Medium strahlend bis extrem eng strahlend – hoch flexibel die vielfältigen Anforderungen der Platzbeleuchtung erfüllen. Die einheitliche Farbtemperatur von 3000 Kelvin für Fassade, Platzbeleuchtung und auch die neu abgestimmte Innenbeleuchtung des Kuppelturms, der mit seinen großen Fensterflächen wie eine Laterne wirkt, prägt den nächtlichen Auftritt des Ensembles: Nicht zuletzt durch die natürliche Farbwiedergabe entsteht ein Raum mit hochwertiger Atmosphäre, der sich von der konventionellen Natriumdampf-Straßenbeleuchtung des Umfelds absetzt und den städtebaulichen Anspruch der neuen Platzanlage unterstreicht.

Weitere Informationen unter:
www.we-ef.com
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