Immer mehr Menschen setzen sich für ein nachhaltiges Wirtschaften ein, um Natur und Umwelt für kommende Generationen zu schützen. Dieser Trend ist auch bei der kommunalen Kreislauf- und Abfallwirtschaft angekommen. Hier existieren geschlossene Recyclingkreisläufe, bei denen auch Abfallprodukte als Sekundärrohstoffe wiederverwertet werden. Eine Schlüsselfunktion kommt dabei dem Einsatz der Biotonne zu, die sich – mit Bio-Filterdeckel ausgestattet – zunehmend zur ersten Wahl der Abfallwirtschaft entwickelt. Bioabfall als kostbare Ressource hatte seinerzeit auch der Landkreis Cochem-Zell entdeckt, als die Biotonne mit Bio-Filterdeckel im gesamten Gebiet eingeführt wurde. Ende März war die Firma BIOLOGIC aus Münster vor Ort unterwegs, um das Bio-Filtermaterial flächendeckend auszutauschen. Heiko Kreutz, Leiter der Abfallwirtschaft Cochem-Zell, ist sichtlich zufrieden und spricht von einer erfolgreichen „Aktion Wechsel Bio-Filtermaterial“.

Der Austausch des Bio-Filtermaterials wurde im Landkreis Cochem-Zell durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Homepage der Kreisverwaltung: „Der Termin für den Austausch des Filtermaterials bei der Biotonne ist im Abfallkalender in der jeweiligen Ortsgemeinde mit grauer Schraffierung hinterlegt. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor und stellen die Biotonne am Straßenrand bereit. Nach Leerung der Biotonne werden die Mitarbeiter des beauftragten Unternehmens das Filtermaterial der Biotonne austauschen.“ Allein der regelmäßige Wechsel des Bio-Filtermaterials sichert die Funktionstüchtigkeit des Bio-Filterdeckels.

Und Heiko Kreutz von der zuständigen Abfallwirtschaft ergänzt: Die Behältersysteme mit speziellen Bio-Filterdeckeln erfahren die notwendige hohe Akzeptanz beim Verbraucher und sorgen dadurch für eine hohe Erfassungsquote von Küchenabfällen. Wenn die Küchenabfälle aus dem Restmüll weitgehend verschwinden, können auch die Standzeiten der Restmülltonnen verlängert werden. Entsprechend weniger Abfuhren bzw. Leerungen bedeuten weniger Kosten und weniger kommunale Gebühren im Landkreis Cochem-Zell.

Der Bio-Filterdeckel kombiniert Biologie und Technologie auf unverwechselbare Art und Weise. Im Deckel wirken Mikroorganismen und aktive Enzyme, die im angefeuchteten Filtermaterial fixiert sind. Sie wandeln die in der Luft aufsteigenden Geruchs- und Schadstoffe mit Hilfe von Sauerstoff in geruchloses Kohlendioxid und harmloses Wasser um. Unangenehme Gerüche werden auf diese Weise wirkungsvoll und dauerhaft beseitigt. Gleichzeitig bindet abtropfende Feuchtigkeit in der Biotonne gesundheitlich bedenkliche Schimmelpilze in einem Wasserfilm. So wird das Pilzwachstum gebremst und das Ausstreuen von Pilzsporen beim Öffnen des Deckels weitgehend eingedämmt.

Durch die gereinigte und geruchlose Abluft, die in die Umgebung abgegeben wird, werden Fliegen und anderes Ungeziefer gar nicht erst zur Biotonne gelockt. An der Ablage von Eiern im Bioabfall werden Fliegen außerdem durch eine elastische Gummidichtung am Deckel gehindert, die die Biotonne rundum dicht verschließt. Ohne Eiablage können sich lästige Larven und Maden in der Biotonne nicht entwickeln. Fast eine Million Bio-Filterdeckel im In- und Ausland gehören damit zum anerkannten Standard in der modernen Abfallwirtschaft.

Auch im Landkreis Waldshut in Baden-Würt- temberg beginnt im Jahr 2019 das „Zeitalter der Biotonne“ mit geruchsminderndem Bio-Filterdeckel. Die Bioabfälle sollen einer Vergärung zugeführt werden. Das bei dem Gärprozess entstehende Gas wird dann zur Energiegewinnung genutzt oder ins Erdgasnetz eingespeist werden: ein sinnvoller Baustein zum nachhaltigen Wirtschaften in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft.

Weitere Informationen unter:
BIOLOGIC GmbH & Co. KG
Herr Holger Eschert
Gildenstraße 18, 48157 Münster
Telefon +49 251/23948-12
Eschert@biologic.de
www.biologic.de
KD1802016