Bäder ohne Handicaps

Was ist wichtig, was ist richtig bei der Badplanung für Pflegeeinrichtungen und Privatwohnungen, für Senioren- wie für Mehrgenerationen-Häuser? Auf welche körperlichen oder kognitiven Einschränkungen kann schon bei der Konzeption von Fliesenflächen Rücksicht genommen werden? Fliesenhersteller Rako beleuchtet im Rahmen seiner Objektberatung die unterschiedlichsten Aspekte einer sicheren und weitsichtigen Badgestaltung.

„Dabei ist es uns besonders wichtig, die zeitlose keramische Systemlösung mit einer wohnlichen Gestaltung zu verbinden“, so Mario Weisensee, Leiter der Objektberatung bei Rako Ceramics: „Private Bauherren sollen ebenso wie Investoren und Betreiber von Kliniken und Senioren-Wohnanlagen optisch angesprochen und technisch überzeugt werden.“

Der Boden: Basis für Barrierefreiheit

Von grundlegender Bedeutung für die barriere­freie Badgestaltung ist in jedem Fall der Bodenbereich. Rutschhemmende Fliesen der Klasse B und stufenlos begehbare Duschen sind inzwischen ein „Muss“ für öffentlich zugängliche Sanitärbereiche. Beides spielt aber auch bei der vorausschauenden Planung von Wohn- und Pflegeeinrichtungen eine bedeutende Rolle: Großformatige rektifizierte Fliesen ergänzen sich perfekt mit moderner Linienentwässerung. Gemeinsam bilden sie eine niveaugleiche Fläche und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Stolperkanten. Besonders schmale Fugengestaltungen sorgen gleichzeitig für ein Plus an Pflegeleichtigkeit und Hygiene.

Farben zur Wahrnehmung und zum Wohlfühlen

Hilfreich – insbesondere für Menschen mit eingeschränkter optischer Wahrnehmung – ist auch die farbliche Kontrastierung von Fliesen für die verschiedenen Nutzungsbereiche zur Sturzprophylaxe. Übergänge zu den Wänden, zu Duschen oder Wannenverkleidungen werden auf diese Weise besser wahrgenommen. „Die verschiedenen Farbtöne der Wand- und Bodenkeramik sollten allerdings nicht zu nah beieinanderliegen“, so Mario Weisensee, „sonst können sie bei eingeschränkter Wahrnehmung verschwimmen und die verschiedenen Gestaltungsebenen werden einfach übersehen. Dann steigt das Verletzungsrisiko“.

Allerdings ist auch ein zu starker Kontrast unter Umständen von Nachteil: Sehr dunkle Bereiche innerhalb von Bodenflächen werden unter anderem von Menschen mit Demenz- Erkrankung als Löcher wahrgenommen und gemieden.

In jedem Fall rät der Architektenberater von Rako dazu, Sanitärräume für den Senioren- und Pflegebereich nicht zu kühl und steril zu gestalten. Hochglänzend reflektierende, spiegelnde Oberflächen sind hier weniger geeignet. Matte Texturen und sanfte Pastelltöne werden dagegen als einladend freundlich empfunden. Hilfreich ist in jedem Fall, die positiven Wirkungsweisen der Farblehre bei der Fliesenauswahl zu nutzen: Gelb zur Aufheiterung, Grün zur Entspannung, Blau zur Beruhigung… je nach Einsatzbereich.

Fliesenhersteller Rako konnte eigens für die Ausstellung der GGT (Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik) in Iserlohn eine Bad-Koje konzipieren und realisieren. Unterschiedliche Aspekte der Badgestaltung für Menschen mit und ohne Handicaps sind hier anschaulich dargestellt.

Weitere Informationen unter:
www.rako.eu
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