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Land fördert dezentrale Kleinkläranlagen - Fachseminar - Abwasserbehandlung im ländlichen Raum Das Land Brandenburg fördert künftig auch dezentrale Kleinkläranlagen. Die entsprechende Richtlinie soll am 1.1.2002 in Kraft treten. "Abwasserbehandlung bleibt eine kommunale Selbstverwaltungsaufgabe, wenn wir auch die Gesetze zur Übertragung an Dritte vereinfachen werden," sagte der Vertreter aus dem Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg, Günter Froböse. Er kündigte für die nächsten Tage auch den aktuellen Lagebericht zur Abwasserbehandlung an. Froböse sprach am 26.09.2001 in Potsdam anläßlich des Fachseminars "Abwasserbehandlung im ländlichen Raum" vor rund 140 Fachleuten aus Kommunen, Wasserbehörden und Ingenieurbüros. Anlaß für das von der BetonMarketing Ost GmbH durchgeführte Seminar ist der zunehmende Druck, der auf den kleineren Brandenburgischen Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern lastet. Bis 2005 müssen diese Gemeinden an ein adäquates Kläranlagensystem angeschlossen sein. Konkrete Entscheidungen stehen an. Die EU-Richtlinien drohen anderenfalls mit empfindlichen Sanktionen. Betroffen sind 1284 Gemeinden. Die Investitionskosten verteilen sich zu rund 20 bis 30 % auf eine Kläranlage selbst und 70 bis 80 % auf das Leitungsnetz. Da sind dezentrale Anlagen eine gute Alternative in einem ländlichen Gebiet mit langen Wegen. Dem trägt das Ministerium Rechnung mit der am 1.1.2002 in Kraft tretenden neuen Förderungsrichtlinie. Finanziell gefördert werden können auch Kleinkläranlagen. Unterschieden wird dabei beispielsweise zwischen Pflanzenkläranlagen und Abwasserreinigern mit konventioneller Technik. "Gut beraten ist der Bauherr, sich gründlich zu informieren, bevor er seine Entscheidung trifft. Die Kleinkläranlagen aus Beton eignen sich gerade für kleinere Grundstücke," sagte Rainer Janke, Geschäftsführer der BetonMarketing Ost GmbH, in seinem Grußwort. Die Referenten spannten den Bogen von ökologischen Aspekten bis zu konkreten Rechenbeispielen. Fazit: Es gibt für fast jede Gemeinde eine individuelle, optimale Lösung. Für Faustregeln ist die Thematik jedoch zu komplex. KD080 |
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